Wirtschaft



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22.02.2009
 

Zu hohe Abfindung

Microsoft verlangt Geld von Entlassenen zurück

Peinliche Rechenpanne beim Software-Riesen: Microsoft hat einigen der im Januar gefeuerten Mitarbeiter zu hohe Abfindungen ausgezahlt. Nun bemerkt der Konzern die Rechenfehler - und schickt den Ex-Mitarbeitern Zahlungsaufforderungen.

Dieser Brief informiere über eine "Unachtsamkeit", steht im ersten Satz eines Schreibens, das Microsoft vor einigen Tagen Ex-Mitarbeitern schickte. Die Betroffenen werden wohl einen anderen Ausdruck dafür finden: 1400 Mitarbeiter hatte Microsoft im Januar entlassen, nun sollen einige davon einen Teil der Abfindung zurückzahlen. Denn, so heißt es in dem vom US-IT-Blog " Techcrunch" veröffentlichten Schreiben: "ein Verwaltungsfehler führte zu einer zu hohen Auszahlung".

Boss Ballmer: Im Januar musste Microsofts Chef Steve Ballmer erstmals Entlassungen ankündigen
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REUTERS

Boss Ballmer: Im Januar musste Microsofts Chef Steve Ballmer erstmals Entlassungen ankündigen

Ein Halbsatz bleibt für die Entschuldigung ("aufrichtig"), dann verlangt Microsoft: "Wir fordern Sie auf, diesen Rückzahlungsanweisungen zu folgen: Bitte stellen Sie einen Scheck oder eine Zahlungsanweisung über den oben genannten Gesamtbetrag binnen 14 Tagen, zahlbar an Microsoft aus und senden Sie diesen an folgende Adresse."

Was schiefgelaufen ist und wie die Berechnung im Einzelfall aussah, steht in den Briefen augenscheinlich nicht, laut "Techcrunch" werden die Ex-Mitarbeiter, die mehr wissen wollen, gebeten, die Personalabteilung anzurufen.

Microsoft-Sprecher Lou Gellos bestätigte der Tageszeitung " Seattle Post-Intelligencer" den Fehler und die Schreiben. Wie viele der 1400 im Januar gefeuerten Angestellten betroffen sind, wollte er nicht sagen: "Es gibt mit Sicherheit mehr als einen Fall."

So etwas ähnliches wie eine gute Nachricht hatte Gellos aber auch zu verkünden: Einigen Mitarbeitern habe man zu wenig Abfindung bezahlt - auch um diese Fälle "kümmere" man sich nun.

lis

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