Dieser Brief informiere über eine "Unachtsamkeit", steht im ersten Satz eines Schreibens, das Microsoft vor einigen Tagen Ex-Mitarbeitern schickte. Die Betroffenen werden wohl einen anderen Ausdruck dafür finden: 1400 Mitarbeiter hatte Microsoft im Januar entlassen, nun sollen einige davon einen Teil der Abfindung zurückzahlen. Denn, so heißt es in dem vom US-IT-Blog " Techcrunch" veröffentlichten Schreiben: "ein Verwaltungsfehler führte zu einer zu hohen Auszahlung".
Ein Halbsatz bleibt für die Entschuldigung ("aufrichtig"), dann verlangt Microsoft: "Wir fordern Sie auf, diesen Rückzahlungsanweisungen zu folgen: Bitte stellen Sie einen Scheck oder eine Zahlungsanweisung über den oben genannten Gesamtbetrag binnen 14 Tagen, zahlbar an Microsoft aus und senden Sie diesen an folgende Adresse."
Was schiefgelaufen ist und wie die Berechnung im Einzelfall aussah, steht in den Briefen augenscheinlich nicht, laut "Techcrunch" werden die Ex-Mitarbeiter, die mehr wissen wollen, gebeten, die Personalabteilung anzurufen.
Microsoft-Sprecher Lou Gellos bestätigte der Tageszeitung " Seattle Post-Intelligencer" den Fehler und die Schreiben. Wie viele der 1400 im Januar gefeuerten Angestellten betroffen sind, wollte er nicht sagen: "Es gibt mit Sicherheit mehr als einen Fall."
So etwas ähnliches wie eine gute Nachricht hatte Gellos aber auch zu verkünden: Einigen Mitarbeitern habe man zu wenig Abfindung bezahlt - auch um diese Fälle "kümmere" man sich nun.
lis
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH