Berlin/Washington - Es sind keine guten Zahlen, die Norbert Walter verkündet: Der Chefsvolkswirt der Deutschen Bank rechnet mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um mehr als fünf Prozent, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. "Die deutsche Wirtschaft wird nur dann 2009 um lediglich fünf Prozent schrumpfen, falls wir ab Sommer einen richtigen Aufschwung haben", sagte Walter dem Blatt. Aber es sei möglich, dass der Aufschwung ausbleibe. "Deshalb ist auch ein höheres Minus nicht mehr auszuschließen."
Kräne in der Hamburger Hafencity: "Unternehmen und Politik ignorieren die Wirklichkeit"
Bisher hatte Walter für Deutschland 2009 einen BIP-Rückgang von bis zu vier Prozent vorausgesagt. Walter warf Unternehmen und Politikern vor, die Lage schönzureden. "Unternehmen und Politik ignorieren die Wirklichkeit. Alle bisherigen Konjunkturprognosen werden bis Ostern überholt sein", behauptete der Chefökonom.
Walter fordert deshalb ein global abgestimmtes Programm zum Anschieben der Konjunktur. "Wir müssen uns weltweit zusammensetzen, am besten unter Führung von US-Präsident Obama." Es müsse ein koordiniertes Konjunkturprogramm auf den Weg gebracht werden, das "zu mehr privaten und staatlichen Ausgaben führt".
Walter deutlich pessimistischer
Die deutsche Wirtschaft steckt derzeit in einer tiefen Rezession. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes schrumpfte das BIP im vierten Quartal 2008 um 2,1 Prozent. Das war der dritte Rückgang der Wirtschaftsleistung gegenüber einem Vorquartal in Folge und der größte seit der Wiedervereinigung. An diesem Mittwoch gibt das Amt detaillierte Ergebnisse für das vierte Quartal bekannt.
Mit seiner Prognose ist Walter deutlich pessimistischer als die Bundesregierung, Wirtschaftsverbände und führende Forschungsinstitute. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag erwartet ein Minus des Bruttoinlandsprodukts von 3,0 Prozent. Die Bundesregierung geht in ihrem Jahreswirtschaftsbericht von einem Einbruch der Wirtschaft von 2,25 Prozent aus. Die Prognosen führender Wirtschaftsforschungsinstitute lagen zuletzt zwischen minus 2,7 Prozent, vorausgesagt von Institut für Weltwirtschaft, und einem von dem Wirtschaftsforschungsinstitut in Halle prognostizierten Rückgang des BIP um 1,9 Prozent.
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Korrektur: In einer ersten Version des Textes wurden auch die gesunkenen BIP-Zahlen des vierten Quartals aus den USA erwähnt. Diese Zahlen waren jedoch bereits bekannt, sie wurden von der Nachrichtenagentur AFP versehentlich nochmals versendet. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.
ffr/sam/dpa/AP
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...... In der Tat ist die Abzockmentalität der Unternehmen vorführenswert. Und die ist von Jahr zu Jahr schlimmer geworden. Ein Aberwitz, daß Unternehmen sich herausnehmen, sich staatliche Mittel in jeder Form zu [...] mehr...
Heute abend Frontal21 u.a. zum Thema "Kurzarbeitstricks" - mal sehen, wie erhellend das werden wird. http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/699486?inPopup=true mehr...
Na, dann kann der Staat doch künftig gleich komplett die Auto-Neuanschaffungen übernehmen, unter dem Strich käme dabei bestimmt ein Super-Gewinn heraus, jedenfalls wenn gleichzeitig die Steuern erheblich angehoben werden... mehr...
Aber nein, ein Riesengeschäft des Staates. Er zahlt den Autokäufern eine Abwrackprämie, um Arbeitsplätze in der Autoindustrie zu sichern, und bekommt für jedes gekaufte Neufahrzeug die Mehrwertsteuer von 19% Kostet ein Neuwagen [...] mehr...
..... Na, da Koch einst in Sachen Parteispendenaffäre/Steuerskandal auf der Fahndungsliste stand, ist das doch kein Wunder... rabenkrähe mehr...
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