Frankfurt am Main - Es war zwar weniger als im Vorjahr, aber es waren immer noch schwarze Zahlen: Der Nettogewinn der Berlin-Hannoverschen Hypothekenbank (BerlinHyp) sei 2008 dank einer vorsichtigen Anlagepolitik nur um zehn Prozent auf 44,7 Millionen Euro zurückgegangen, teilte die Tochtergesellschaft der Landesbank Berlin am Montag mit. Grund für den Rückgang seien Abschreibungen auf eigene Wertpapiere von 50 (Vorjahr: 21,9) Millionen Euro.
Tatsächliche Ausfälle gebe es aber nicht, betonte eine Sprecherin. Die BerlinHyp habe keine strukturierten Produkte gekauft. Das Betriebsergebnis der Bank vor Risikovorsorge sank um 7,6 Prozent auf 151 Millionen Euro.
"Naturgemäß haben wir uns nicht von dem schwierigen Marktumfeld abkoppeln können, dank unserer konservativen Geschäftsstrategie sind wir aber von den Auswirkungen bislang vergleichsweise wenig betroffen", erklärte Vorstandschef Jan Bettink. Das Neugeschäft in der Finanzierung sei 2008 sogar auf 3,64 (3,27) Milliarden Euro erhöht worden, obwohl die BerlinHyp sich im vierten Quartal wegen der verteuerten Refinanzierung zurückgehalten habe. Im Januar sei der Vertrieb wieder ausgebaut worden. Im laufenden Jahr will die BerlinHyp an ihrem vorsichtigen Kurs festhalten.
Die Kernkapitalquote habe zum Jahresende bei 6,5 Prozent gelegen. Im vergangenen Jahr habe die BerlinHyp 7,0 Milliarden Euro am Kapitalmarkt refinanziert. Seit Anfang 2009 sei eine leichte Entspannung am Pfandbriefmarkt erkennbar. An dem monatelang quasi ausgetrockneten Marktsegment konnte die BerlinHyp in den ersten Wochen des Jahres hypothekenbesicherte Papiere im Volumen von 577 Millionen Euro verkaufen.
sam/Reuters
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