New York - Es ist der Plan B - der im besten Fall nicht eintreten soll: Externe Berater des US-Finanzministeriums sprächen mit Banken über Insolvenzkredite von mindestens 40 Milliarden Dollar, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag unter Berufung auf Insider. Dies wären der Zeitung zufolge die höchsten Darlehen dieser Art in der Geschichte der Vereinigten Staaten.
Passant in Detroit: "Alles ist derzeit auf dem Tisch"
Die Kredite würden im Extremfall der Sanierung der Hersteller im Rahmen einer Insolvenz unter Gläubigerschutz dienen. Diesen nach US-Recht möglichen Weg haben bereits viele Konzerne wie etwa fast alle großen amerikanischen Fluggesellschaften für einen Neuanfang genutzt. Die Opel-Mutter General Motors und Chrysler lehnen den Schritt bislang allerdings ab und haben vor Kosten von zusammen 125 Milliarden Dollar gewarnt.
Die Regierung suche zwar ebenfalls weiter einen Weg zur Sanierung ohne Insolvenz, halte den Gläubigerschutz aber für eine nach wie vor zu prüfende Variante, zitierte die Zeitung Insider. "Alles ist derzeit auf dem Tisch", so eine mit den Erwägungen vertraute Person.
Die Regierungsberater wollten unter anderem jene Banken für Kredite in die Pflicht nehmen, die vom Staat mit Kapitalspritzen unterstützt würden. Bislang zeigten sich die Institute zurückhaltend - aus Sorge, ihr Geld nie mehr von GM und Chrysler zurückzubekommen. Die beiden US-Autobauer hängen derzeit am Tropf des Staates und fordern zur Rettung nun Hilfen von insgesamt 39 Milliarden Dollar.
Die Regierung prüft die Sanierungspläne der Hersteller gerade. Die Konzerne müssen bis Ende März ihre Überlebensfähigkeit konkret beweisen. Die deutsche GM-Tochter Opel arbeitet derzeit angesichts der Notlage unter Hochdruck an eigenen Sanierungsplänen.
sam/dpa-AFX
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