München - Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im Februar entgegen den Prognosen eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel von 83,0 Punkten im Januar auf 82,6 Zähler im Februar, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Dienstag mitteilte.
Arbeiter im Maschinenbau: Hoffnungen für das zweite Halbjahr
Die Geschäftserwartungen der Firmen hellten sich von revidiert 79,5 (zunächst 79,4) Punkten im Vormonat auf 80,9 Punkte auf. Volkswirte hatten jedoch mit einem stärkeren Anstieg auf 81,2 Punkte gerechnet. Die Lagebeurteilung trübte sich von 86,8 Punkten auf 84,3 Punkte ein. Erwartet wurde ein Rückgang auf lediglich 84,9 Punkte.
"Die seit Monaten anhaltende Verschlechterung der Geschäftssituation der Unternehmen geht auch im Februar weiter", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. "Insgesamt deuten die Befragungsergebnisse nicht auf eine konjunkturelle Wende hin."
Im verarbeitenden Gewerbe gab der Geschäftsklimaindex weiter nach. Die Firmen erwarten insbesondere ein weiter rückläufiges Auslandsgeschäft, wenngleich sie die Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr etwas weniger negativ beurteilen. Allerdings planten sie weiterhin einen Stellenabbau.
Etwas besser ist die Stimmung dagegen bei Einzelhändlern und im Bauhauptgewerbe. Hier berichteten die Firmen jeweils sowohl von einer besseren Lage als auch von günstigeren Perspektiven. Dabei mache sich das 50 Milliarden Euro schwere Hilfspaket der Bundesregierung positiv bemerkbar. So scheine die Abwrackprämie zu wirken, sagte Sinn.
Nach Einschätzung des Instituts sollte die Konjunktur sich im zweiten Halbjahr 2009 stabilisieren. "Wenn weltweit die Konjunkturprogramme wirken, wird es zumindest eine Stabilisierung geben, wenn auch noch keinen Aufschwung", sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Abberger.
Der Ifo-Index gilt als Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft.
kaz/ddp/Reuters/dpa
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