Bonn - Für Konzerne ist es derzeit nicht einfach, ihre Finanzziele zu erfüllen - schon gar nicht, sie zu übertreffen. Der Deutschen Telekom aber ist genau das gelungen: Der Bonner Konzern meldet für das vergangene Jahr einen Konzernüberschuss von 3,4 Milliarden Euro, der bereinigte Gewinn nach Steuern wuchs auf 1,5 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es noch rund 569 Millionen Euro gewesen. Damit habe der Gewinn mehr als verdoppelt werden können, teilte das Unternehmen am Freitag in Bonn mit.
Als Grund für diese positive Entwicklung nannte der Konzern unter anderem die Fortsetzung des Programms "Save for Service", durch das inzwischen Kostensenkungen von brutto 4,1 Milliarden Euro erreicht werden konnten. "Trotz erhöhter Investitionen in den Marktauftritt konnte damit bei einem leicht um 1,4 Prozent gesunkenen ausgewiesenen Umsatz von 61,7 Milliarden Euro die Ertragskraft weiter verbessert werden", teilte die Telekom weiter mit.
Auch die guten Zahlen aus dem amerikanischen Mobilfunk-Geschäft haben zu dem guten Konzernergebnis beigetragen. Weiterhin zweistellige Wachstumsraten zeigen die Finanzkennzahlen der T-Mobile USA: Hier stieg der Umsatz nach Konzernangaben gegenüber dem Vorjahr um 13,5 Prozent auf 21,9 Milliarden Dollar. Der Kundenbestand der US-Tochter wuchs im Jahresverlauf um 4,1 Millionen Kunden, insgesamt hat T-Mobile USA damit 32,8 Millionen Kunden. Davon nutzten 7,7 Millionen den Community-Service MyFaves, ein Zuwachs von 54 Prozent innerhalb eines Jahres.
Dank an Karl-Gerhard Eick
"Unser Geschäftsjahr 2008 ist durch eine stabile Performance und durch solide Finanzzahlen gekennzeichnet", sagte Telekom-Chef René Obermann. Die Deutsche Telekom
sei mit Blick auf die Ertragsentwicklung der vergangenen Jahre und die aktuellen Finanzkennzahlen in einer guten Verfassung. Ausdrücklich dankte Obermann auch dem zum Monatsende ausscheidenden Finanzvorstand und stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Karl-Gerhard Eick. "Es ist auch ein ganz persönliches Verdienst der Arbeit von Karl-Gerhard Eick über neun Jahre, dass das Unternehmen in den vergangenen Jahren so gut auch durch schwieriges Fahrwasser gekommen ist und nun solide und stabil dasteht."
Auch für das kommende Jahr zeigt sich die Telekom optimistisch. Für 2009 geht der Konzern davon aus, ein bereinigtes Ebitda und einen Free Cash-Flow in der Größenordnung von 2008 zu erreichen. Bislang hatte die Telekom ein stabiles bis leicht steigendes Ebitda und frei verfügbare Mittel von rund 6,6 Milliarden Euro angepeilt. Trotz der zufriedenstellenden Zahlen will das Unternehmen die Dividende allerdings stabil halten und der Hauptversammlung wie im Vorjahr eine Ausschüttung von 0,78 Euro je Aktie vorschlagen.
sam/Reuters/AP
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