Wirtschaft



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02.03.2009
 

Wirtschaftskrise

Freiberufler sehen 400.000 Arbeitsplätze in Gefahr

Der Verband der Freiberufler warnt vor dem Verlust Tausender Jobs: Bei Ärzten, Architekten, Anwälten und Steuerberatern drohe ein Stellenabbau wie in den vergangenen Jahrzehnten nicht mehr. Die Politik, so die Forderung, müsse nun auch den "kleinen Freiberuflern" helfen.

Düsseldorf - Die Wirtschaftskrise macht auch den Freiberuflern in Deutschland stark zu schaffen. "Bei den rund eine Million Ärzten, Architekten, Anwälten oder Steuerberatern mit ihren 2,9 Millionen Beschäftigten sind mittelfristig rund 400.000 Arbeitsplätze bedroht", sagte Arno Metzler, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Freien Berufe (BFB), dem "Handelsblatt". Seines Wissens habe es in den vergangenen Jahrzehnten keine so schwierige wirtschaftliche Lage für die Selbständigen gegeben.

Freiberufler Arzt: "Harte Zeiten durch sinkende Kassenbeiträge"
DPA

Freiberufler Arzt: "Harte Zeiten durch sinkende Kassenbeiträge"

"Architekten und Ingenieure stehen ohne Aufträge da, Anwaltskanzleien müssen Partner und Mitarbeiter entlassen und den Ärzten drohen durch die sinkenden Kassenbeiträge ganz harte Zeiten", sagte Metzler. Bei den Steuerberatern sehe es noch gut aus. Doch es sei angesichts sinkender Bilanz- und Lohnvolumen der Firmen absehbar, dass auch dieser Berufszweig von der Wirtschaftskrise nicht verschont bleiben werde.

Der BFB kündigte an, bei der Veranstaltung zum 60-jährigen Bestehen des Verbandes kommenden Mittwoch an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu appellieren, nicht nur über Hilfen für Opel und andere große Industrieunternehmen nachzudenken. "Die Politik muss auch den kleinen Freiberuflern bei Betriebsmittelkrediten helfen, um die eigene Liquidität zu sichern und sich auch gegen Risiken wie etwa Insolvenzen von Dritten zu sichern", forderte Metzler.

kaz/AFP

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