Düsseldorf/Minden - Der Insolvenzantrag gilt für die Konzernmutter ebenso wie für deren Töchter. Dies teilte das in Minden ansässige Unternehmen am Mittwoch mit. Ob einzelne Gesellschaften von der Insolvenz ausgenommen werden können, werde derzeit geprüft. Nach Angaben einer Sprecherin soll der Antrag noch im Laufe des Mittwochs eingereicht werden.
Kampa-Fertighaus: Ende eines langen Existenzkampfes
Kampa kämpft seit zwei Jahren mit Verlusten und hat bereits 200 von zuvor insgesamt tausend Stellen gestrichen sowie Standorte geschlossen. Für das Jahr 2008 waren nach Unternehmensangaben Verluste von 23 bis 24 Millionen Euro angelaufen. Zuletzt lud die Firma wegen des Verlustes der Hälfte des Grundkapitals für den 20. März zu einer außerordentlichen Hauptversammlung ein. Noch im November 2008 hatte Kampa-Vorstandssprecher Markus Schreyögg erklärt, sein Unternehmen sei für die Krise bestens gerüstet. Das Jahr 2009 sollte bei einem Umsatz von 200 Millionen Euro "deutlich positiv" ausfallen.
2006 war Triton bei Kampa eingestiegen und hält inzwischen 62,8 Prozent. Der Finanzinvestor gewährte Kampa damals einen Kredit und ein Überbrückungsdarlehen über insgesamt 58 Millionen Euro. Das Geld sollte am Ende mit zehn Prozent pro Jahr verzinst zurückgezahlt werden. Noch im Januar wollte die Gruppe dem Fertighausbauer mit einer Eigenkapitalspritze in Höhe von zehn Millionen Euro sowie mit einem kurzfristigen Darlehen in Höhe von sieben Millionen Euro aus der Krise helfen.
Kampa ist nach eigenen Angaben Europas führender industrieller Komplettanbieter im Ein- und Zweifamilienhausbau. Unter den Marken Kampa und Hebel Haus entwickelt, fertigt und vertreibt das Unternehmen Häuser in Massiv- und Fertigbauweise.
mik/Reuters/ddp
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH