Mannheim - Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren für Deutschland haben sich im März leicht verbessert. "Die Lage ist außerordentlich schlecht, aber es gibt erste Lichtblicke", sagte der Präsident des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Wolfgang Franz, am Dienstag in Mannheim. "Nach den Einschätzungen der Finanzmarktexperten geht die Talfahrt der Konjunktur allmählich zu Ende, und die Talsohle dürfte im Sommer dieses Jahres erreicht sein", fügte er hinzu.
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Die Prognosen waren weit auseinander gegangen: Manche Experten hatten für den Index mit einer noch stärkeren Verbesserung auf minus 2,8 Punkte gerechnet. Andere Ökonomen hatten im Schnitt einen Rückgang auf minus 7,4 Punkte vorausgesagt. Der historische Mittelwert liegt mit plus 26,2 Punkten allerdings deutlich höher.
Obwohl sich die Dynamik der Aufwärtsbewegung verlangsamt habe, festige sich der Eindruck, dass die befragten Experten der konjunkturellen Entwicklung auf Sicht von sechs Monaten insgesamt gelassener entgegensehen, erklärte das ZEW. Die erneute Zinssenkung der EZB sowie die gesunkenen Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise dürften dazu beigetragen haben.
Die aktuelle Lage beurteilten die Experten dagegen erneut negativer. Der Teilindex verschlechterte sich auf minus 89,4 Punkte von 86,2 Zählern im Vormonat. Die Wirtschaftslage sei extrem schlecht, teilte das Institut dazu mit. Allerdings seien erste Hoffnungsschimmer zu erkennen. Der Dax
grenzte nach den Daten seine Verluste ein. Für 2009 erwarten Ökonomen die schärfste Rezession in Deutschland seit Gründung der Bundesrepublik vor 60 Jahren. Zuletzt hatten mehrere Forschungsinstitute ihre Prognosen kräftig gesenkt.
Der ZEW-Konjunkturindikator gilt als ein wichtiger Stimmungsindikator der deutschen Wirtschaft. Für ihn werden monatlich rund 300 Analysten und institutionelle Anleger befragt.
kaz/Reuters/ddp/AP
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