Stuttgart - Neben der Deutschen Telekom hat einem Medienbericht zufolge auch der viertgrößte deutsche Energiekonzern Energie Baden-Württemberg (EnBW) Mitarbeiter überwacht, um Informanten von Journalisten aufzuspüren. Wie die "Stuttgarter Zeitung" vorab berichtete, wurden nach einer Indiskretion aus dem Aufsichtsrat im Jahr 2005 Telefon- und Mailverbindungen von Verdächtigen ausgewertet. Dies habe der Konzern dem Blatt bestätigt.

EnBW-Hauptsitz in Karlsruhe: Telefon- und Mailverbindungen ausgewertet
Die EnBW hatte die Wirtschaftsanwälte beauftragt, die eigenen Überwachungsmaßnahmen seit 2005 zu untersuchen. Die vom Vorstand unter Hans-Peter Villis initiierte Untersuchung dauerte neun Monate und umfasste zum größeren Teil die Amtszeit von Villis' Vorgänger Utz Claassen. Dieser hatte 2005 nach Zeitungsberichten über eine turbulente Aufsichtsratssitzung "geeignete rechtliche Schritte" gegen mögliche Informanten angekündigt.
fsc/ddp
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