Tatsächlich wird auch in der Europäischen Zentralbank über "unkonventionelle Maßnahmen" diskutiert. Im Gespräch ist der Kauf von Unternehmensanleihen, sogenannten Commercial Papers. Das Ergebnis wäre das gleiche wie in den USA: Der Markt würde mit zusätzlichem Geld versorgt.
Allerdings steht die EZB nicht so sehr unter Druck wie die Fed: Der Leitzins liegt im Euro-Raum bei 1,5 Prozent - es gibt also noch Spielraum nach unten. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet erklärte am Mittwoch, es sei nicht entschieden, ob man mit dem derzeitigen Leitzins das niedrigste Niveau erreicht habe.
Generell schreckt die EZB vor Maßnahmen zurück, die eine Inflationsgefahr heraufbeschwören. Laut Statut ist sie der Geldwertstabilität verpflichtet und nicht dem Wirtschaftswachstum - ein entscheidender Unterschied zur amerikanischen Fed.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Finanzkrise ab 2007 | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH