Hamburg - Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, hat vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise mehr staatliche Unterstützung für die Speditionsbranche gefordert. Die Bundesregierung müsse "die Anstrengungen zur Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen für unsere Speditionen und Fuhrunternehmen verstärken", damit die deutschen Unternehmen nicht "zu einem großen Teil vom Markt verschwinden". Derzeit seien 3000 bis 5000 Unternehmen in einer akuten Existenzkrise, warnte Wissmann in der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
Streitobjekt Lkw-Maut: Sorge um die Speditionsbranche
Verkehrs- und Finanzministerium müssten den Speditionsunternehmen nun "schnellstmöglich die bei der Einführung der Maut zugesagten Harmonisierungsmittel in Höhe von jährlich 600 Millionen Euro zukommen lassen", forderte Wissmann. Er warnte die Bundesregierung davor, die zugesagte Zahlung dieser Entschädigung auszusetzen, nur weil die Maut wegen der ausbleibenden Fahrten zu Jahresbeginn "etwas spärlicher" fließe. Am Ende des Jahres müsse sichergestellt sein, dass wirklich die zugesagte Summe geflossen sei.
Unterstützung signalisierten die Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg und Niedersachsen, Ernst Pfister und Philipp Rösler (beide FDP). "Die Mauterhöhung zum 1. Januar 2009 kam zu einer Unzeit", sagte Pfister dem Berliner "Tagesspiegel". Es sei "grundsätzlich falsch, die Unternehmen in der momentanen wirtschaftlichen Lage mit zusätzlichen Abgaben zu belasten". Pfister forderte "steuerliche Entlastungen wie zum Beispiel die Aussetzung der Mauterhöhung" für die Branche.
kaz/dpa
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