Wirtschaft



  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
25.03.2009
 

Frankreich

Arbeiter nehmen Firmenchef als Geisel

Der Arbeitskampf in Frankreich eskaliert: Mitarbeiter der französischen Firma 3M haben ihren Chef über Nacht als Geisel festgehalten. Ein Gewerkschaftsvertreter bezeichnete die Aktion als "letztes Druckmittel".

Paris/Pithiviers - Arbeitskampf mit allen Mitteln: Angestellte des Mischkonzerns 3M haben ihren Direktor, Luc Rousselet, über Nacht als Geisel festgehalten. "Das ist das einzige Druckmittel, das wir haben", sagte ein Gewerkschaftsvertreter dem Sender France 3 am Mittwoch.

Protestler in Frankreich: Arbeitskampf mit allen Mitteln
AP

Protestler in Frankreich: Arbeitskampf mit allen Mitteln

Die Mitarbeiter protestieren gegen die geplante Streichung von etwa der Hälfte der 235 Stellen des Werkes in Pithiviers südlich von Paris. Der Büromaterialhersteller begründet die Maßnahmen mit einem Rückgang der Nachfrage.

Die Gewerkschaften fordern insbesondere die Bezahlung von Streiktagen und bessere Abfindungen. Am Mittwochvormittag wurden die Verhandlungen wieder aufgenommen und der Chef freigelassen.

Die ungewöhnliche Aktion hat ein Vorbild: Erst in den vergangenen Wochen hatten aufgebrachte Arbeiter den Chef von Sony France ebenfalls über Nacht als Geisel genommen.

Die Arbeitnehmerseite gibt sich weiter kämpferisch: "Wir werden durchhalten, bis wir bekommen, was wir verdienen", sagte Jean-François Caparros von der Gewerkschaft Force Ouvrier.

maf/AP/dpa-AFX

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP