Wirtschaft



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25.03.2009
 

Reform des IWF

Geithner doch offen für Chinas Währungsvorschlag

Überraschende Wende: US-Finanzminister Geithner hat sich nun doch "ziemlich offen" für Chinas Vorschlag einer Reform des Währungsfonds IWF gezeigt. Der Dollar solle jedoch weiterhin Leitwährung bleiben.

Washington - US-Finanzminister Timothy Geithner hat für Aufregung an den Devisenmärkte gesorgt: Er wies einen Vorschlag Chinas nicht grundsätzlich zurück, das weltweite Währungssystem zu verändern. Er sei "eigentlich ziemlich offen" für eine Anregung Pekings, den sogenannten Sonderziehungsrechten des Internationalen Währungsfonds eine größere Rolle einzuräumen, sagte Geithner am Mittwoch in Washington.

Geithner: Dollar bleibt noch lange Leitwährung
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AFP

Geithner: Dollar bleibt noch lange Leitwährung

Dennoch dürfte der Dollar weiterhin Leitwährung bleiben, sagte Geithner weiter. "Und ich denke, das wird auch noch länger so bleiben." Der Dollar gab während der Rede gegenüber dem Euro kräftig nach.

Am Dienstag hatte Geithner es zusammen mit US-Präsident Barack Obama und Zentralbankchef Ben Bernanke noch kategorisch abgelehnt, vom Dollar als internationalen Leitwährung abzukehren. Chinas Notenbankchef Zhou Xiaochuan hatte vor wenigen Tagen angeregt, die Sonderziehungsrechte (SZR) des Internationalen Währungsfonds zu einer übernationalen Reservewährung auszubauen. Die SZR wurden 1969 eingeführt, verloren aber nach dem Ende des Bretton-Woods-Systems fester Wechselkurse 1971 an Bedeutung. Ihr Wert bemisst sich an einem Währungskorb.

Nach Meinung von Fachleuten würde die Änderung bedeuten, dass die Position des Dollar als internationale Leit- und Reservewährung geschwächt wird. Geithners Aussagen sorgten am Mittwoch bereits für starke Ausschläge am Devisenmarkt. Der Dollar gab während der Rede deutlich nach, der Euro kletterte zeitweise über 1,36 Dollar.

"Diese Aussagen haben die Märkte überrascht", sagte Devisenexperte Marc Burgheim von der Bayerischen Landesbank. Geithner wolle wohl gegenüber China demonstrieren, ein guter Partner zu sein. "Allerdings bewegt er mit seinen Aussagen die Märkte doch sehr stark und sollte da etwas vorsichtiger sein." Es zeige sich, dass in den Märkten doch viel Verunsicherung herrsche und das sei nicht positiv für den Dollar. "Sobald Zweifel aufkommen, geht der Dollar in die Knie", so Burgheim.

cte/Reuters/dpa

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