Paris - Personalwechsel bei PSA Peugeot Citroen: Neuer Mann an der Spitze des zweitgrößten Autobauers wird Philippe Varin. Er tritt seinen Posten am 1. Juni an. Der Wechel an der Spitze sei notwendig, um die "außergewöhnlichen Schwierigkeiten" in der Wirtschaftskrise zu meistern, teilte der Konzern mit. Die Entscheidung sei "einstimmig" gewesen, ließ Aufsichtsratschef Thierry Peugeot mitteilen. Die Situation dränge eine Veränderung an der Konzernspitze auf.
Christian Streiff (Archivbild): Vom Aufsichtsrat entlassen
Anfang Februar hatte PSA für 2008 überraschend einen Verlust ausgewiesen. Auch für 2009 kündigte der Konzern rote Zahlen an. Der nach Volkswagen zweitgrößte Autobauer Europas plant daher, im laufenden Jahr mindestens 11.000 Stellen abzubauen.
Der Automarkt in Westeuropa wird nach Einschätzung von PSA in diesem Jahr um weitere 20 Prozent schrumpfen und 2010 stagnieren. Trotz Staatshilfen und Sparprogrammen werde PSA erst 2010 wieder rentabel arbeiten. Der Konzern benötige wegen der Krise vier Milliarden Euro, erklärte PSA in Paris. Die staatliche Kredithilfe von drei Milliarden Euro reiche aber neben anderen Quellen aus, um den Bedarf zu decken.
Streiffs Nachfolger Varin arbeitete zuletzt für das britisch-niederländische Stahlunternehmen Corus, das zum indischen Konzern Tata Steel gehört. Bis Varin antritt, soll PSA-Vorstandsmitglied Roland Vardanega den Autokonzern leiten.
cte/AP/dpa
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Finanzkrise ab 2007 | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH