Von Marc Pitzke, New York
New York - Kündigungsfristen sind in den USA selten. Wer hier gefeuert wird, hat meist nur noch Zeit, seine Habseligkeiten zu packen und fluchtartig das Büro zu verlassen. Manch ein Manager wurde schon von Wachbeamten vor die Tür eskortiert.
Produktion bei GM: "Wir landen in der Insolvenz"
Was Henderson verschwieg: Hinter den Kulissen wird dieser Schritt längst vorbereitet - für GM und ebenso für den nicht minder angeschlagenen Wettbewerber Chrysler. Daran konnten auch all die wortreichen Debatten um Sanierungspläne und Strukturwandel wenig ändern, die den Wochenstart prägten.
Wagoners Zwangspensionierung auf Druck Washingtons ist nur der erste Schritt dieser staatlich verschriebenen Radikalkur. Aus der Gesundschrumpfung - so der Plan der Regierung - sollen GM und Chrysler als zwei deutlich kleinere, schlankere und nicht mehr unbedingt unabhängige Unternehmen wiederauferstehen.
Gerichtlicher Gläubigerschutz, so erfuhr das "Wall Street Journal" aus Regierungskreisen, sei dabei der "führende Plan" des Weißen Hauses. GM - das schon vor Monaten Konkursanwälte angeheuert hat - beharrte in einer Erklärung zwar auf seiner "starken Präferenz" für eine außergerichtliche Umstrukturierung. Doch sei das Unternehmen zu allem bereit, auch zu einem "gerichtlich überwachten Verfahren". Der neue GM-Chef Henderson selbst bezeichnete eine Insolvenz später im Gespräch mit Reportern als "wahrscheinlichere" Option.
Dass das Weiße Haus das Schicksal einer ganzen Industrie derartig kontrolliert, ist beispiellos und erntete sofort scharfe Kritik, vor allem aus konservativen Kreisen. In der Tat hat Washington nie zuvor so in die Privatwirtschaft hineinregiert wie jetzt. Vergleichbar war allenfalls der Versuch im Jahr 1952, die Stahlbranche zu nationalisieren, der aber vom Obersten US-Bundesgericht gestoppt wurde.
Der republikanische Senator Bob Corker - eines der wenigen Kongressmitglieder, die Präsident Barack Obama am Sonntagabend vorab über die Pläne informieren ließ - sprach mit Blick auf die aktuellen Auto-Maßnahmen von einer "Machtergreifung durch das Weiße Haus": Eine solche Einmischung in die freie Marktwirtschaft sei "wahrhaft atemberaubend".
Obama selbst versuchte dagegen, der Nation die Insolvenz-Option mit seiner scharfen, öffentlichen Abstrafung des GM- und Chrysler-Managements schmackhaft zu machen. In seiner TV-Rede widmete er der Gläubigerschutz-Variante drei volle Absätze.
Dabei mühte der US-Präsident sich vor allem, den Konzernen und den Arbeitnehmern die Angst zu nehmen: Insolvenz sei keine Schande. Sie bedeute nicht das Ende eines Unternehmens, sondern eine Art Beginn eines Neubeginns: Ein Insolvenzverfahren könne ein "Mechanismus" sein, um den Konzernen zu helfen, "sich schnell zu restrukturieren und stärker daraus hervorzugehen". Die Regierung würde diesen Prozess begleiten, damit sich GM und Chrysler "wieder aufrappeln" könnten.
"Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass nicht noch mehr Schwierigkeiten kommen", sagte Obama an die Adresse der Auto-Arbeiter. Es war eine seltene Abweichung von seinem Manuskript, in dem nicht "Schwierigkeiten" stand, sondern "Schmerzen" - als wollte er den Schlag zumindest sprachlich etwas abmildern.
In die gleiche Richtung zielte auch Washingtons Zusicherung, die Garantien für alle Autos zu übernehmen, die während einer Umstrukturierungsphase verkauft würden. Das soll die weit verbreitete Furcht mildern, dass Kunden die Produkte eines Unternehmens im Insolvenzverfahren nicht kaufen würden. Zudem versprach Obama für alle Autokäufe ab dem 16. Februar Steuererleichterungen und schlug Abwrackprämien nach europäischem Vorbild vor - einen Maßnahmen-Mix also, um den Insolvenz-Schock abzumildern.
Das ist auch nötig. Normalerweise quälen sich Insolvenzen gemäß "Chapter 11" - dem betreffenden Abschnitt des US-Konkursrechts - jahrelang durch die Gerichte und kosten Unsummen. Bei einer staatlich gestützten Variante dagegen würden die Konzerne mit Gewerkschaften, Gläubigern, Händlern und Zulieferern selbst Vereinbarungen zur Umstrukturierung treffen und dem Gericht dann das fertige Paket vorlegen. Dessen Finanzierung würde letztendlich Washington übernehmen.
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Der Ford Escape ist einer der kleinsten SUV. Vergleichbar in der groesse mit dem Kia Sportage, Honda CR-V,... Die wirklich fetten sind diese: [...] mehr...
Dann sollten Sie sich klarer ausdruecken. Dalls die die Frage war: Mit seinem 3.0-liter Duratec V6 und 193 PS bei knapp 2 Tonnen, auch nicht gerade Smart kategorie. Irgendein Erklärung ?? ;-)) Ich kann ihnen beim besten [...] mehr...
Das war nicht die Frage. mehr...
Sorry, kann Ihnen leider nicht erklaeren, warum keines dieser Fahrzeuge laenger als 5 Meter ist... Vielleicht fragen Sie bei den jeweiligen Herstellern nach? mehr...
Da steht noch: Top automakers in CARS: Toyota: 18.9% General Motors: 17.6% Ford: 15.4% Honda: 12.9% Chrysler: 9.1% Im "Top 10" stehen aber keine Modelle von GM und Chrysler. Trotzdem hat GM fast so viel [...] mehr...
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