Wirtschaft



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08.04.2009
 

Autokonzern in der Krise

Daimler-Chef schließt Entlassungen nicht mehr aus

Dieter Zetsche bereitet Daimler auf den "äußersten Fall" vor: Vor Aktionären bei der Hauptversammlung in Berlin schloss er Entlassungen nicht mehr aus. Außerdem kündigte er harte Einschnitte an, auch beim Personal - und räumte eigene Fehler ein.

Berlin - Wegen der dramatischen Absatzkrise schließt die Daimler AG betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr kategorisch aus. Dieser "äußerste Fall" könne eintreten, wenn die Krisendynamik anhalte, sagte Konzernchef Dieter Zetsche bei der Hauptversammlung vor rund 6600 Aktionären in Berlin. "Um diesen äußersten Fall zu verhindern, werden wir unsere Maßnahmen auf anderen Gebieten nochmals verstärken", erklärte Zetsche und bekräftigte den rigiden Sparkurs des Unternehmens.

Daimler-Chef Zetsche:"Im Nachhinein würden wir uns wünschen, wir hätten Mitte letzten Jahres sogar noch früher gebremst"
DPA

Daimler-Chef Zetsche:"Im Nachhinein würden wir uns wünschen, wir hätten Mitte letzten Jahres sogar noch früher gebremst"

Mit Beginn des zweiten Quartals seien die laufenden Kosten bereits drastisch verringert worden. Jede Ausgabe werde auf den Prüfstand gestellt. In der Verwaltung sollten im laufenden Jahr noch einmal 500 Millionen Euro eingespart werden. Zudem würden IT-Projekte und der Neubau des Verwaltungshochhauses in Stuttgart zurückgestellt. "Bestimmte zusätzliche Fahrzeugprojekte haben wir ebenfalls gestrichen oder zumindest verschoben", erklärte Zetsche.

Für die Belegschaft hatte der Konzern bereits drastische Sparmaßnahmen angekündigt, die die Personalkosten um zwei Milliarden Euro drücken sollen. Die Tariferhöhungen sollen begrenzt, die Zuschüsse für Kurzarbeiter gekürzt, die Arbeitszeit und damit auch der Lohn verringert sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld anteilig vermindert werden.

"Klar ist: Ohne einen substantiellen Beitrag auch der Arbeitnehmerseite wird es nicht gehen", erklärte Zetsche weiter. Bis Ende April sollen Verhandlungen mit den Gewerkschaften darüber abgeschlossen sein. Er verwies auf Gehaltseinbußen der Daimler-Führungskräfte um fast 30 Prozent. Die Vergütungen des Vorstands seien 2008 um 41 Prozent gesunken, die des Vorstandsvorsitzenden um 47 Prozent.

Für das laufende Jahr gab Zetsche einen düsteren Ausblick, ohne allerdings konkrete Zahlen zu nennen. Dies sei erst möglich, wenn die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und der Märkte besser absehbar sei. Er verwies auf die Vorlage der Bilanz für das erste Quartal am 28. April, kündigte aber bereits ein "deutlich negatives Ergebnis" für das erste Vierteljahr an.

Zetsche räumt zu späte Reaktion ein

Auch für das Gesamtjahr erwartet der Konzern ein deutliches Minus beim Umsatz und Belastungen für das Ergebnis. Frühestens im zweiten Halbjahr sei damit zu rechnen, dass die Talsohle auf den Automobilmärkten durchschritten sei, sagte Zetsche. Wegen der schlechten Zahlen und Aussichten schlug der Daimler-Vorstand eine Senkung der Dividende auf 0,60 Euro (Vorjahr: zwei Euro) vor. Zetsche verwies auf die "schwer abschätzbare weitere Entwicklung", die auch eine genauere Aussage zum Ergebnis 2009 vorerst verhindere. Die Vereinigung der kritischen Daimler-Aktionäre hatte einen kompletten Verzicht auf eine Dividenden-Ausschüttung verlangt.

Für 2008 hatte Daimler Chart zeigen einen Umsatz von 95,9 Milliarden Euro ausgewiesen. Das operative Ergebnis lag bei 2,7 Milliarden Euro, das Konzernergebnis bei 1,4 Milliarden Euro.

Zetsche räumte vor den Aktionären auch Fehler des Managements ein. So habe man im vergangenen Jahr nicht sofort auf den Absatzeinbruch reagiert. Deshalb seien zu viele Autos auf Halde produziert worden. "Ich gebe zu: Im Nachhinein würden wir uns wünschen, wir hätten Mitte letzten Jahres sogar noch früher gebremst", sagte der Vorstandschef in Berlin. Nun sollen durch massive Produktionskürzungen die Lagerbestände bis zum Ende des ersten Halbjahrs dem Niveau der niedrigeren Nachfrage angepasst werden.

Im vierten Quartal 2008 hätten die Pkw-Bestände "zeitweise deutlich über dem Normalniveau" gelegen, gab Zetsche zu. Bis Ende März seien aber schon erste Fortschritte erzielt worden. Durch die Produktionskürzungen inklusive Kurzarbeit seien die Lagerbestände erstmals wieder auf den Level von vor einem Jahr gesunken.

kaz/AP/dpa-AFX

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Völlig unverständlich,hat man für die Sternmarke schon immer etwas mehr bezahlt,immer mit dem Gefühl die heimische Industrie zu unterstützen,so naht nun das Ende der Kauflust auf die C Klasse. Für meine Person steht fest,keine [...] mehr...

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Also, ich bin sofort dabei, wenn der Breitensport gesponsort wird, oder vielleicht der Halbprofibereich. Mit Skoda haben Sie doch eine gute Wahl getroffen. Wenn Skoda, und nicht Audi, 100 Millionen an Bayern München überweisen [...] mehr...

22.09.2009 von Crom:

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