Berlin - Die Zeichen für ein Ende des Konjunkturabsturzes mehren sich derzeit, Ökonomen hoffen auf eine Bodenbildung der Krisenkurve - für den April allerdings hat die deutsche Stahlindustrie noch einmal desaströse Zahlen vorgelegt.
Hüttenwerk in Duisburg: Produktionsniveau der fünfziger Jahre
Die Flaute bei wichtigen Abnehmern wie Autoindustrie und Maschinenbau hat die deutsche Stahlbranche mit ihren Branchenführern ThyssenKrupp und Salzgitter in die Krise gestürzt. Viele ihrer Anlagen sind derzeit nur zur Hälfte ausgelastet. Tausende Stahlarbeiter sind in Kurzarbeit.
Deutsche Industrie mit erstem Umsatzplus seit August 2008
Die deutsche Industrie hat dagegen erstmals seit über einem halben Jahr ihren Umsatz gesteigert. Das Verarbeitende Gewerbe nahm im März 1,5 Prozent mehr ein als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.
Das war das erste Plus seit August 2008. Dabei zogen sowohl das Geschäft im Inland (plus 1,8 Prozent) als auch der Exportumsatz (plus 1,0 Prozent) an. Im Februar hatte es noch ein Minus von 4,8 Prozent gegeben. Die Zahlen sind jeweils bereinigt um Preis-, Saison- und Kalendereffekte.
Verglichen mit März 2008 brach der Umsatz mit 22 Prozent allerdings erneut stark ein. Trotz Abwrackprämie liefen die Geschäfte in der Autoindustrie am schlechtesten: Sie nahm preisbereinigt 32,2 Prozent weniger ein, weil das wichtige Auslandsgeschäft noch immer lahmt.
ssu/Reuters
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