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11.05.2009
 

Krisenfolgen

Bankenverband erwartet deutlichen Anstieg der Inflation

Inflationswarnung vom Bankenverbands-Präsidenten: Andreas Schmitz rechnet in den kommenden zwei Jahren mit einem deutlichen Anstieg der Verbraucherpreise. Es sei zu viel Geld im Umlauf. Die Menge wieder zu reduzieren sei "so schwer wie Zahnpasta zurück in die Tube zu drücken."

Berlin - In Deutschland droht nach Einschätzung des Bundesverbandes deutscher Banken langfristig ein deutlicher Anstieg der Verbraucherpreise. In den kommenden 18 bis 24 Monaten dürfte die Inflation "zwar noch kein Thema sein", sagte der neue Verbandspräsident Andreas Schmitz der "Bild"-Zeitung. "Danach müssen wir mit einer spürbaren Teuerung rechnen, weil zu viel Geld am Markt ist."

Die Entwicklung der Verbraucherpreise ist das große Rätsel der Krise. Die Meinungen des Experten darüber könnten gegensätzlicher kaum sein. Viele halten wie Schmitz eine Inflation, also eine Entwertung des Geldes, für wahrscheinlich. Diese ist die Folge davon, dass Staaten und Zentralbanken die sich im Umlauf befindende Geldmenge stark ausgeweitet haben - was den Wert der Währung insgesamt belastet.

Für die Notenbanken sei es eine große Herausforderung, das überschüssige Geld wieder einzusammeln, sagte Schmitz der "Bild"-Zeitung. "Das ist so schwer wie Zahnpasta zurück in die Tube zu drücken."

Da die Löhne sinken und die Arbeitslosigkeit steigt, rechnen viele Ökonomen allerdings auch mit einem Rückgang der Nachfrage für Konsumgüter. Einige, wie der Wirtschaftsweise Peter Bofinger, warnen in der Folge vor einer Deflation, einem Verfall der Preise also, der die Nachfrage weiter sinken lässt, weil die Verbraucher ihr Geld bunkern - in der Hoffnung, dass die Preise noch weiter fallen. Für die Wirtschaft wäre das fatal: Sie würde durch den stagnierenden Konsum noch weiter abgewürgt.

ssu/dpa-AFX

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