New York/Detroit - General Motors (GM) droht die Insolvenz. Jetzt haben mehrere Top-Manager des US-Autobauers die Gelegenheit genutzt und eigene GM-Aktien für insgesamt 315.000 Dollar verkauft. Das geht aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervor.
Insgesamt veräußerten sechs Manager seit Freitag mehr als 200.000 GM-Papiere zu einem Preis von 1,45 bis 1,61 Dollar. Zu den genannten Führungskräften zählt unter anderem der scheidende GM-Vizechef Bob Lutz, der jetzt als Berater für den Konzern aktiv ist. Lutz trennte sich demnach von Anteilen im Wert von 131.000 Dollar und liquidierte damit seine GM-Beteiligung vollständig.
Lutz' Nachfolger Thomas Stephens, Nordamerika-Chef Troy Clarke, Chief Information Officer Ralph Szygenda und Produktionsvorstand Gary Cowger wurden ebenso genannt wie GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster, der auch für die Deutschland-Tochter Opel verantwortlich ist. Forster trennte sich dabei ebenso wie Lutz von seinen letzten Anteilen.
GM will sich nach seinem jüngsten Sanierungsplan mehrheitlich verstaatlichen lassen. Die bisherigen Aktionäre würden durch diesen Plan praktisch leer ausgehen, denn die Papiere werden durch die Aktion drastisch in ihrem Wert sinken. Eine GM-Sprecherin beteuerte, die Verkäufe seien vor diesem Hintergrund zu sehen und kein Beleg für mangelndes Vertrauen in das Unternehmen.
Die GM-Aktie schloss am Montag mit einem Verlust von fast elf Prozent bei 1,44 Dollar. Zuvor hatte GM-Chef Fritz Henderson eine Insolvenz als nun noch wahrscheinlicher bezeichnet - er selbst wurde in der Pflichtmitteilung nicht als Aktienverkäufer genannt.
GM-Chef warnt vor Insolvenz
Der GM-Chef sagte im Detail, die noch zu lösenden Aufgaben in dem Autokonzern seien so gewaltig, dass man ein Konkursverfahren in Betracht ziehen müsse. Es gebe aber immer noch die Hoffnung, dies vor dem Ablauf der von der Regierung gesetzten Frist am 1. Juni zu vermeiden.
General Motors hat nur noch zwei Wochen Zeit, um ein Sanierungskonzept vorzulegen. Das Unternehmen hat in den USA bislang 15,4 Milliarden Dollar an staatlichen Notkrediten erhalten.
Man betrachte die finanzielle Situation Land für Land, sagte Henderson weiter. Ein Konkursverfahren in den USA müsse nicht notwendigerweise die gleiche Konsequenz an allen internationalen Standorten haben. Henderson lehnte eine Stellungnahme zu Berichten ab, wonach Fiat an einer 80-prozentigen Beteiligung an den Unternehmungen in Europa interessiert sein soll. Er sagte lediglich, jede Neukonstruktion müsse den Interessen beider Partner Genüge tun.
Ford auf Kapitalsuche
GM kämpft wie die US-Wettbewerber Ford und Chrysler mit sinkenden Absätzen und zu hohen Kosten. Chrysler hat bereits Zahlungsunfähigkeit angemeldet.
Ford, der dritte der ehemals als "Big Three" gefeierten Konzerne, kommt zwar bislang ohne staatliche Hilfe aus. Dennoch reagiert auch dieser Hersteller jetzt auf seine schwierige Finanzsituation. Der US-Autobauer will 300 Millionen Stammaktien verkaufen und mit dem Erlös offene Forderungen der Gewerkschaften für einen Gesundheitsfonds begleichen. Der Konzern rechnet nach Angaben vom Montag außerdem damit, von den federführenden Banken Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan und Morgan Stanley eine Option von 30 Tagen zu erhalten, um bis zu 45 Millionen Stammaktien zu kaufen. Ford will so Kapital für einen von den Gewerkschaften kontrollierten Gesundheitsfonds auftreiben. Die Hälfte der eingesammelten Gelder will der zweitgrößte US-Autokonzern in Aktien auszahlen, um sein Barvermögen zu schonen. Das Vorhaben bedarf in dieser Woche aber noch der Zustimmung der Anteilseigner.
suc/dpa/Reuters/AP
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gottseidank- ich hatte schon angst,die wollen auch ein paar mrd bezahlen. mehr...
Zuviel Überkapazität, zuviel Staatsintervention. Niemand will Opel, niemand braucht Opel. Trotz Steuergelder wird Opel Pleite gehen ob die Politiker (und Bürger) und Gewerkschaften das mögen oder nicht. Die Wahl ist vorbei, es [...] mehr...
Anders ausgedrückt, sie weigern sich den Arbeitsplatzerhalt von GM und Magna in Rechnung stellen zu lassen. mehr...
... denn sowohl Großbritannien als auch Spanien haben sich jetzt gegen den deutschen Rettungsplan ausgesprochen. Der Zirkus geht jetzt erst richtig los, wenn die Bundesregierung - sprich Merkel - versucht, ihre Vorstellungen und [...] mehr...
Die Politiker sind dafür das die Manager für ihre Fehler mit eigenem Geld haften. Vielleicht sollten die jetzigen Politiker mit eigenem Geld haften wenn Opel die 4,5 Milliarden versenkt hat und anschließend Pleite ist.Manches geht [...] mehr...
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