Wirtschaft



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20.05.2009
 

Präsentation vor dem Betriebsrat

Magna umschmeichelt Opel-Mitarbeiter

Im Kampf um Opel geht der Interessent Magna gezielt auf die Belegschaft zu. Laut einem Zeitungsbericht will der Fiat-Konkurrent sein Konzept direkt dem Betriebsrat vorstellen. Nun fordern die Arbeitnehmervertreter auch von den Italienern Entgegenkommen.

Berlin - An diesem Mittwoch läuft die Frist für potentielle Opel-Investoren ab: Sie müssen ihr Angebot der Bundesregierung vorstellen. Doch ein Interessent, der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna, geht noch weiter - er will sein Konzept auch direkt dem Betriebsrat präsentieren. Dies berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf ein internes Schreiben der Arbeitnehmervertretung.

Magna-Gründer Frank Stronach (bei einem Fußballspiel 2008): Favorit der Opel-Arbeitnehmer
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DPA

Magna-Gründer Frank Stronach (bei einem Fußballspiel 2008): Favorit der Opel-Arbeitnehmer

Demnach geht Magna gezielt auf die Belegschaft zu: Anfang kommender Woche wolle das Unternehmen seine Pläne dem europäischen Betriebsrat des Mutterkonzerns General Motors (GM) vorlegen.

Der zweite Interessent, Fiat, gerät damit unter Druck. Laut Zeitungsbericht hat der Betriebsrat nun auch den italienischen Autobauer aufgefordert, der Belegschaft seine Pläne zu präsentieren. Die betroffenen Firmen wollten den Bericht nicht kommentieren.

Bereits am Dienstag hat auch Fiat versucht, die Arbeitnehmervertreter von Opel zu umwerben. So sprach Fiat-Boss Sergio Marchionne mit IG-Metall-Chef Bertold Huber. Der Gewerkschaftsvorsitzende äußerte aber laut "Handelsblatt" nach dem Treffen in Frankfurt am Main erneut Bedenken gegen ein Zusammengehen von Opel und Fiat.

Fiat und Magna sind die Hauptkonkurrenten um eine Übernahme von Opel. Der deutsche Autohersteller will sich von seiner taumelnden US-Mutter GM lösen. Neben Fiat und Magna wird aber auch über andere Interessenten spekuliert. Möglicherweise legen bis zum Ablauf der Bieterfrist an diesem Mittwochabend auch der Finanzinvestor RHJ International oder ein Staatsfonds vom Golf entsprechende Pläne vor.

Um Opel in einer möglichen Übergangsphase zu stützen, hat die Bundesregierung ein Treuhandmodell angeboten. Nach Ablauf der Bieterfrist will die Regierung laut Presseberichten noch an diesem Abend über Opel beraten. In Regierungskreisen hieß es laut "Handelsblatt", nur noch Fiat und Magna würden als ernsthafte Interessenten angesehen. Neben der Vorlage der Konzepte in Berlin müssten die Interessenten auch eine Absichtserklärung gegenüber GM abgeben. GM-Gesandte aus der Detroiter Konzernzentrale seien nach Angaben aus Regierungskreisen in diesen Tagen in Berlin, um direkt und in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung auf die Angebote reagieren zu können.

Unterstützung hat auch das Land Rheinland-Pfalz zugesagt. Die Regierung in Mainz will sich mit rund hundert Millionen Euro an der Überbrückungshilfe für Opel beteiligen, wenn der Standort Kaiserslautern erhalten bleibt. Das kündigte Landeswirtschaftsminister Hendrik Hering im Südwestrundfunk an. Der SPD-Politiker sagte, nach dem bisherigen Stand der Dinge habe der Autozulieferer Magna wohl die besten Chancen, den Zuschlag für eine Opel-Übernahme zu erhalten.

Magna wolle nicht nur alle deutschen Standorte der GM-Tochter in seine Pläne einziehen, sondern habe auch industriepolitisch zukunftsfähigere Vorstellungen als der Mitbewerber Fiat, sagte Hering. Der als dritter Interessent ins Gespräch gebrachte US-Finanzinvestor Ripplewood sei dagegen vergleichsweise branchenfremd und trete vermutlich außer Konkurrenz an. Die Opelaner in Kaiserslautern müssten bei einem Fortbestand ihres Werkes Opfer bringen, räumte Hering ein. Dabei gehe es sowohl um Abstriche vom Gehalt als auch um Personalabbau.

wal/Reuters/AFP/AP

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13.09.2009 von peterman: Opel ist nicht zu retten.

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