Wirtschaft



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22.05.2009
 

Karstadt-Kaufhof-Fusion

Arcandor besteht auf Staatshilfe

Karstadt und Kaufhof wollen fusionieren, aber bitte mit Staatshilfe: Der Karstadt-Mutterkonzern Arcandor besteht auf einer Bürgschaft über 650 Millionen Euro - trotz der Verständigung mit dem Konkurrenten Metro.

Frankfurt am Main - Der von der Insolvenz bedrohte Handels- und Touristikkonzern Arcandor Chart zeigen pocht weiter auf Staatshilfe in Höhe von 650 Millionen Euro. Eine Fusion seiner Karstadt-Häuser mit den Kaufhoffilialen des Wettbewerbers Metro Chart zeigen käme nur in Frage, wenn der Bund Arcandor bezuschusst. "Wenn, dann wird Karstadt als Unternehmen eingebracht und nicht als Insolvenzobjekt", sagte ein Sprecher am Freitag.

Karstadt-Filiale: Arcandor droht die Insolvenz
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DPA

Karstadt-Filiale: Arcandor droht die Insolvenz

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass Arcandor und Metro einen Zusammenschluss ihrer konkurrierenden Warenhausketten Karstadt und Kaufhof in Betracht ziehen. Die Vorstandsvorsitzenden Karl-Gerhard Eick und Eckhard Cordes hatten sich darauf verständigt, dass die Bildung einer "Deutschen Warenhaus AG" eine vernünftige Lösung für die Zukunft der beiden Warenhäuser sein könnte. Ein weiteres Gespräch soll in Kürze folgen.

Für Arcandor drängt die Zeit: Am 12. Juni werden Kredite in Höhe von 650 Millionen Euro fällig, und ohne Bürgschaften wollen die Banken diese nicht verlängern. Damit droht dem Unternehmen nach eigenen Angaben die Insolvenz. Der Essener Konzern hat deshalb bereits Anträge auf eine staatliche Bürgschaft sowie einen Kredit von der KfW in Höhe von weiteren 200 Millionen Euro gestellt.

Beobachter schätzen, dass der Lenkungsausschuss noch in der kommenden Woche darüber beraten wird. Politiker hatten Arcandors bisherige Anträge auf Staatshilfe jedoch immer abgelehnt. Der Konzern sei nicht erst durch die Krise in Schwierigkeiten geraten, sondern habe seine prekäre Situation vielmehr durch jahrelanges Missmanagement selbst verschuldet, hieß es aus Berlin.

Arcandor will außerdem mit seinen Aktionären über eine Kapitalerhöhung verhandeln und hofft auf Zugeständnisse seiner Lieferanten und Vermieter. Ergebnisse gebe es zwar noch nicht, aber die Gespräche verliefen konstruktiv, teilte ein Sprecher am Freitag mit.

can/dpa-AFX

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