Rüsselsheim/Berlin/Turin - Wie geht es weiter mit Opel, wer übernimmt die GM-Tochter - Fiat, RHJ International oder die österreichisch-kanadische Gruppe Magna, die sich gemeinsam mit der russischen Sberbank und dem russischen Autobauer Gaz engagieren will?
Fiat-Chef Marchionne: Stellenabbau in Deutschland geringer als spekuliert
Die zuständigen Minister sowie die Ministerpräsidenten der vier Opel-Länder Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen haben sich zur Absprache an diesem Freitag im Bundeskanzleramt getroffen. Laut Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus soll die Bundesregierung zügig Verhandlungen mit der Magna-Gruppe führen. Hessens Regierungschef Roland Koch sagte nach dem Spitzentreffen, Magna habe das interessanteste Angebot vorgelegt. Die anderen Investoren Fiat und RHJ blieben im Spiel, "wenn wir uns mit Magna nicht einigen", sagte Koch weiter. Über die genaue Lastenverteilung beim Stellenabbau müsse noch gesprochen werden.
Fiat hat Berichte über geplante Stellenstreichungen bei Opel im Falle eines Einstiegs als "vollkommen unzutreffend" bezeichnet. Nach Angaben des italienischen Autobauers sollen maximal 10.000 Jobs gestrichen werden, wenn Fiat den Zuschlag beim kriselnden Konkurrenten bekommt. Diese Zahl gelte europaweit, teilte der Konzern mit. Der Stellenabbau in Deutschland falle daher deutlich geringer aus als spekuliert wurde. In mehreren Berichten war zuvor die Zahl von 18.000 Stellen allein in Deutschland genannt worden.
Auch vom Fiat-Konkurrenten Magna gibt es neue Zahlen, allerdings keine offiziellen. Die "Rheinische Post" berichtet unter Berufung auf Unternehmenskreise, dass deutschlandweit 2500 Opel-Beschäftigte ihren Job verlieren könnten, wenn der Zulieferer das Rennen macht. Allein am Opel-Standort Bochum sollen rund 2200 Stellen abgebaut werden; dort arbeiten insgesamt 5300 Menschen. Der geplante Stellenabbau in Deutschland entspreche einem Viertel der insgesamt 10.000 Arbeitsplätze, die Magna in Europa streichen wolle.
Um in den kommenden Jahren die Sanierung Opels und die Zahlung von Pensionen in Höhe von drei Milliarden Euro zu finanzieren, fordere Magna staatliche Kreditbürgschaften in Höhe von 4,5 Milliarden Euro, berichtet die "Rheinische Post" weiter. Dennoch habe ein hochrangiger Beamter des Kanzleramts am Donnerstag das Magna-Konzept in einer Telefonkonferenz mit Vertretern des Bundes, der US-Regierung und dem Opel-Mutterkonzern General-Motors (GM) als "das belastbarste Modell" unter den bislang eingereichten Vorschlägen bezeichnet.
cte/Reuters/AFP/ddp/dpa
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gottseidank- ich hatte schon angst,die wollen auch ein paar mrd bezahlen. mehr...
Zuviel Überkapazität, zuviel Staatsintervention. Niemand will Opel, niemand braucht Opel. Trotz Steuergelder wird Opel Pleite gehen ob die Politiker (und Bürger) und Gewerkschaften das mögen oder nicht. Die Wahl ist vorbei, es [...] mehr...
Anders ausgedrückt, sie weigern sich den Arbeitsplatzerhalt von GM und Magna in Rechnung stellen zu lassen. mehr...
... denn sowohl Großbritannien als auch Spanien haben sich jetzt gegen den deutschen Rettungsplan ausgesprochen. Der Zirkus geht jetzt erst richtig los, wenn die Bundesregierung - sprich Merkel - versucht, ihre Vorstellungen und [...] mehr...
Die Politiker sind dafür das die Manager für ihre Fehler mit eigenem Geld haften. Vielleicht sollten die jetzigen Politiker mit eigenem Geld haften wenn Opel die 4,5 Milliarden versenkt hat und anschließend Pleite ist.Manches geht [...] mehr...
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