Der russische Autohersteller aus Nischni Nowgorod steckt in großen Schwierigkeiten. Laut Presseberichten hat das Unternehmen rund eine Milliarde Euro Schulden, ein Viertel der einst 120.000 Mitarbeiter wurde bereits entlassen, 30.000 weitere Jobs gelten als gefährdet. Da auch Eigentümer Oleg Deripaska in finanziellen Schwierigkeiten steckt, musste der russische Staat Gaz beispringen: Der Kreml unterstützt den Autohersteller mit Millionenbürgschaften.
Hauptproblem ist der schwache Absatz des Vorzeigemodells "Wolga". Die russische Marke gilt als unmodern, Neuwagenkäufer in Moskau oder St. Petersburg ziehen westliche Modelle vor. Außerdem ist Gaz technologisch weit abgeschlagen, das Unternehmen gilt als Sanierungsfall.
Eine Allianz mit Opel kommt den Russen daher sehr gelegen. Opel könnte Gaz das benötigte Know-how zur Verfügung stellen - und für den nötigen Glanz sorgen, den die russischen Kunden verlangen. Deripaska träumt seit Jahren davon, einen internationalen Autokonzern zu führen.
Politisch passt der Deal mit Opel ebenfalls ins Konzept: Der Kreml hat die Autoindustrie zu einer Schlüsselbranche ausgerufen - neben der Energie-, der Luftfahrt- und der Rüstungswirtschaft. Das Ziel von Ministerpräsident Wladimir Putin ist deshalb klar: Gaz soll durch die Allianz mit Opel gestärkt werden.
Allerdings werden in Russland auch kritische Stimmen laut, vor allem mit Blick auf den schwer angeschlagenen Gaz-Eigentümer Deripaska. "Deripaska rettet Opel. Doch wer rettet Deripaska?", schrieb kürzlich eine Internet-Zeitung.
Die Lösung dürfte beim Kreml liegen: Er stützt Gaz schon heute mit Staatshilfen. Dieses Engagement könnte noch ausgebaut werden, wenn sich eine realistische Chance ergibt, einen nationalen Champion aufzubauen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die staatlich kontrollierte Sberbank: Sie hat praktisch die Führung bei Gaz übernommen - Deripaska musste seine Anteile als Sicherheit für die Staatsbürgschaften hinterlegen.
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gottseidank- ich hatte schon angst,die wollen auch ein paar mrd bezahlen. mehr...
Zuviel Überkapazität, zuviel Staatsintervention. Niemand will Opel, niemand braucht Opel. Trotz Steuergelder wird Opel Pleite gehen ob die Politiker (und Bürger) und Gewerkschaften das mögen oder nicht. Die Wahl ist vorbei, es [...] mehr...
Anders ausgedrückt, sie weigern sich den Arbeitsplatzerhalt von GM und Magna in Rechnung stellen zu lassen. mehr...
... denn sowohl Großbritannien als auch Spanien haben sich jetzt gegen den deutschen Rettungsplan ausgesprochen. Der Zirkus geht jetzt erst richtig los, wenn die Bundesregierung - sprich Merkel - versucht, ihre Vorstellungen und [...] mehr...
Die Politiker sind dafür das die Manager für ihre Fehler mit eigenem Geld haften. Vielleicht sollten die jetzigen Politiker mit eigenem Geld haften wenn Opel die 4,5 Milliarden versenkt hat und anschließend Pleite ist.Manches geht [...] mehr...
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