Wirtschaft


  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
 

Magna-Rettungsplan Opel soll halbrussisch werden

5. Teil: Sberbank - endlich eine Übernahme im Westen

Die Sberbank ist der Finanzier des Opel-Magna-Gaz-Deals. Sie ist schon heute bei Gaz engagiert, und sie soll in Zukunft auch bei Opel einsteigen. Das Geldhaus gilt als der verlängerter Arm des Kreml. Damit verfolgt es nicht nur wirtschaftliche Ziele, sondern auch politische.

Ein wichtiges Ziel der russischen Regierung ist der Einstieg bei westlichen Unternehmen. Der staatlich kontrollierte Energieriese Gazprom ist damit bisher gescheitert - trotz großer Ambitionen konnte das Unternehmen noch keinen europäischen Großkonzern übernehmen. Der Sberbank könnte dies nun gelingen: Sollte der Opel-Deal tatsächlich klappen, wäre dies ein enormer politischer Erfolg. Die lange verschmähten Russen könnten endlich in Europa Fuß fassen.

Geld haben sie dafür genug: Die Sberbank machte im vergangenen Jahr rund zwei Milliarden Euro Gewinn. Aber warum dann die Partnerschaft mit Magna?

Investmentbanker haben einen Verdacht: Die Russen wüssten, dass ein Einstieg bei einem westlichen Unternehmen politische Widerstände hervorrufen würde. Deshalb hätten sie Magna vorgeschickt.

Mit anderen Worten: Die Partnerschaft mit dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer wäre nur ein taktisches Manöver. Im künftigen Opel-Konzern käme Magna nur eine Nebenrolle zu. Das Sagen hätten die Russen.

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live
insgesamt 2958 Beiträge
IsArenas 27.04.2009
Fiat! Soviel Lokalpatriotismus muss sein. Lust wär's und gut iss. Ahnung habe ich nicht, aber die Wahrscheinlichkeit daneben zu liegen, ist aus meiner Sicht bei der Alternative genauso groß, eben deshalb, weil eh NIEMAND den [...]
Fiat! Soviel Lokalpatriotismus muss sein. Lust wär's und gut iss. Ahnung habe ich nicht, aber die Wahrscheinlichkeit daneben zu liegen, ist aus meiner Sicht bei der Alternative genauso groß, eben deshalb, weil eh NIEMAND den Durchblick hat.
m-pesch 27.04.2009
Egal wer Opel übernimmt. Er muß erst mal garantieren das die nächsten Jahrzehnte in diesem hochprofitablen Weltunternehmen kein einziger Arbeitsplatz abgebaut wird. Und außerdem muß er anerkennen das in dem dann größeren [...]
Zitat von sysopFür Opel gibt es mehrere Interessenten. Als aussichtsreiche Kandidaten gelten der italienische Fiat-Konzern oder der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna. Wer wäre der bessere Investor?
Egal wer Opel übernimmt. Er muß erst mal garantieren das die nächsten Jahrzehnte in diesem hochprofitablen Weltunternehmen kein einziger Arbeitsplatz abgebaut wird. Und außerdem muß er anerkennen das in dem dann größeren Konzern nur einer das sagen hat, nämlich der Opel Betriebsrat. Ist ja wohl das Mindeste was amn einem Unternehmen das ja bekanntlich das Auto erfunden hat zugesehen muß. :-))
Hartmut Dresia 27.04.2009
So oder so, 5 Milliarden Euro könnte den Staat die Rettung kosten (http://www.plantor.de/2009/opel-5-milliarden-euro-koennte-den-staat-die-rettung-kosten/). Schon jetzt kämpft die Autoindustrie mit großen Überkapazitäten. [...]
Zitat von sysopFür Opel gibt es mehrere Interessenten. Als aussichtsreiche Kandidaten gelten der italienische Fiat-Konzern oder der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna. Wer wäre der bessere Investor?
So oder so, 5 Milliarden Euro könnte den Staat die Rettung kosten (http://www.plantor.de/2009/opel-5-milliarden-euro-koennte-den-staat-die-rettung-kosten/). Schon jetzt kämpft die Autoindustrie mit großen Überkapazitäten. Sergio Marchionne, Fiat-Chef und UBS-Vizepräsident, glaubt, dass letztlich nur sechs oder fünf globale Autokonzerne überleben werden. Von den 94 Millionen Autos Jahreskapazität seien 30 Millionen überflüssig. Er erwarte eine Welle von Konsolidierungen.
rkinfo 27.04.2009
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,621228,00.html 27. April 15.40 Uhr: Das *General-Motors-Management *bittet die Regierung in Washington um eine weitgehende *Verstaatlichung*. Wie GM mitteilte, soll [...]
Zitat von m-peschEgal wer Opel übernimmt.
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,621228,00.html 27. April 15.40 Uhr: Das *General-Motors-Management *bittet die Regierung in Washington um eine weitgehende *Verstaatlichung*. Wie GM mitteilte, soll der amerikanische *Staat die Hälfte* der *Konzernaktien* erhalten und dafür dem Unternehmen im Gegenzug die Hälfte seiner Schulden bei der öffentlichen Hand von 15,4 Milliarden US-Dollar erlassen. Wenn sich die Politik bei uns nicht beeilt wird bald B- Obama Chef bei Opel sein ... "Yes we can" Cars - Made in Rüsselsheim.
vanill68 27.04.2009
allenthalben liest man in deutschen medien, daß fiat opel technologie abschöpfen könnte. meine frage dazu ? was kosten eigentlich bekiffte journalisten. gilt es in d. noch, etwas zu recherchieren, bevor man es schreibt. oder [...]
allenthalben liest man in deutschen medien, daß fiat opel technologie abschöpfen könnte. meine frage dazu ? was kosten eigentlich bekiffte journalisten. gilt es in d. noch, etwas zu recherchieren, bevor man es schreibt. oder genügt dazu das ja vom opel-betriebsrat ? opel hat ***keine*** nennenswerte technik ! beim insignia ist allenfalls die integration zugekaufter komponenten geglückt. fiat entwickelt und baut diesel-motoren, die state-of-the-art sind. und opel kauft sie. wo opel motoren drin sind, folgen verkaufseinbrüche (alfa 159, die benziner) commonrail ist eine fiat entwicklung, entwickelt bei elasis/neapel, erstmals käuflich im alfa 156. fiat hat neueste technologien im benziner bereich in der pipeline ... die qualität deutscher medien ist zum schreien, oder wird bezahlt ? - bisher kannte man das ja nur von der autobild.
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
alles zum Thema Krise der Autoindustrie 2008/09

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP