Die Sberbank ist der Finanzier des Opel-Magna-Gaz-Deals. Sie ist schon heute bei Gaz engagiert, und sie soll in Zukunft auch bei Opel einsteigen. Das Geldhaus gilt als der verlängerter Arm des Kreml. Damit verfolgt es nicht nur wirtschaftliche Ziele, sondern auch politische.
Ein wichtiges Ziel der russischen Regierung ist der Einstieg bei westlichen Unternehmen. Der staatlich kontrollierte Energieriese Gazprom ist damit bisher gescheitert - trotz großer Ambitionen konnte das Unternehmen noch keinen europäischen Großkonzern übernehmen. Der Sberbank könnte dies nun gelingen: Sollte der Opel-Deal tatsächlich klappen, wäre dies ein enormer politischer Erfolg. Die lange verschmähten Russen könnten endlich in Europa Fuß fassen.
Geld haben sie dafür genug: Die Sberbank machte im vergangenen Jahr rund zwei Milliarden Euro Gewinn. Aber warum dann die Partnerschaft mit Magna?
Investmentbanker haben einen Verdacht: Die Russen wüssten, dass ein Einstieg bei einem westlichen Unternehmen politische Widerstände hervorrufen würde. Deshalb hätten sie Magna vorgeschickt.
Mit anderen Worten: Die Partnerschaft mit dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer wäre nur ein taktisches Manöver. Im künftigen Opel-Konzern käme Magna nur eine Nebenrolle zu. Das Sagen hätten die Russen.
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