Hamburg - Am Mittwoch hat er erstmals stattgefunden, der Super-Gipfel im Kanzleramt. Bereits im Vorfeld hat man klargemacht, dass es um viel, nein, um alles geht: Zur Not werde man bis in die Nacht hinein tagen, um eine Lösung zu liefern - in diesem Fall für Opel. Das war weniger Drohung als Hoffnung, denn was wäre so ein Treffen, wenn man schon nachmittags ein Ergebnis hätte und alle danach ihre Kinder pünktlich von der Montessori-Schule abholen könnten?
Roland Koch, Karl-Theodor zu Guttenberg und Peer Steinbrück (von links): Helden des Giga-Gipfels
Auch bei Tarifverhandlungen muss der Öffentlichkeit am Ende das Gefühl vermittelt werden, dass beinhart um jedes Fitzelchen hinterm Komma gerungen wurde. Also hockt man herum, bis der Teint die Farbe der Auslegeware annimmt.
Die Krise ist überall. Sie dominiert Politik, Kultur, Industrie und
Gesellschaft. Irgendwas droht immer gerade unterzugehen: mal eine
Partei oder ein Konzern, mal gleich die Weltwirtschaft oder auch nur
der gesunde Menschenverstand. Alles sehr ernst - bisweilen aber auch
komisch. Zumindest dienstags und donnerstags in der SPIEGEL-ONLINE-Kolumne von Thomas Tuma. Über Anregungen, Lob und Kritik freut sich
thomas_tuma@spiegel.de.
In Zeiten Großer Koalitionen darf am Ende solcher Treffen eigentlich niemand als Verlierer das Feld verlassen - außer vielleicht diese Amerikaner von Ripple-Irgendwas. Denn das sind böse Heuschrecken, die auch sofort nach der Konferenz einem verschwiegenen Camp des DGB im Bayerischen Wald überantwortet wurden.
Deshalb hätte das Verhandlungsergebnis des Opel-Super-Gipfels im Prinzip vorher feststehen müssen: Magna bekommt für sich und seine russischen Partner das Werk Eisenach, weil das Moskau am nächsten liegt. Fiat kriegt den Rest und verspricht im Gegenzug, in Bochum einen Volks-Ferrari zu entwickeln, Doppeldiffusor inkl. Die IG Metall erhält eine Sperrminorität von 25 Prozent der Konzern-Anteile, und nach einem halben Jahr ist der ganze Schrott endgültig so runtergewirtschaftet, dass man ganz Rüsselsheim getrost abwracken kann. Die Bundestagswahl ist dann ja auch längst rum.
Es kam zwar dennoch ganz anders, aber aufgrund des großen Medieninteresses ist Angela Merkel wild entschlossen, in den nächsten Wochen weitere Super-Gipfel zu veranstalten:
Den Konferenz-Höhepunkt möchte sich das Kanzleramt allerdings für die Zeit reservieren, wenn die hiesige Wirtschaft definitiv den Tiefpunkt der Krise erreicht hat: den Ultimate-Talsohlen-Gipfel.
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...... Gute Idee, ich schlage mal Island vor-:)))) Da gibts erst recht gaaaaaaanz viel zu lachen... rabenkrähe mehr...
Welch kassandrischer Scherz! Hoffentlich bleibt nicht nur die Hoffnung, dass es sooo nicht kommt! Immerhin ist schon ein erheblicher Teil der Bevölkerung im Abgrund verschwunden. Das ficht die 10% + X doch überhaupt nicht an, [...] mehr...
Nein, leider nicht, wie es scheint wird FDP gewählt, blanker Opportunismus ist das Erfolgsrezept und die führen das gesamte Volk am Nasenring direkt in den Abgrund. In Verbindung mit CSU/CDU werden dafür 10% + X Stimmen [...] mehr...
Für alle, die die Olsenbande nicht kennen: http://www.youtube.com/watch?v=NxCKL-Y9ooo&feature=PlayList&p=FE0DAAF94A421083&index=1 Zu der Zeit als diese Filme herauskamen, war noch eine Mauer da und wir wußten gar [...] mehr...
Jahrzehntelange Kohlesubventionen sind da so ein Beispiel.Was allein da nicht schon alles an Milliarden reingebuttert wurde. Und jetzt gehts erst richtig los mit dem Ausgeben. mehr...
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