Hamburg - Zwischen ihnen liegen Welten: Wendelin Wiedeking liegt mit über 60 Millionen Euro vor seinen europäischen Konkurrenten. Der Porsche
-Chef landet laut einer Studie des manager magazin zur Entwicklung der Vorstandsgehälter unangefochten auf Platz eins - mit 77,4 Millionen Euro war Wiedeking wie 2007 der Top-Verdiener unter Europas Konzernchefs.
Jürgen Großmann, die Nummer eins des Versorgers RWE, liegt mit einem Jahreseinkommen von neun Millionen auf Platz 13, Siemens
-Chef Peter Löscher belegt mit einem Verdienst von 8,5 Millionen Euro Platz 14.
| Managergehälter 2008 | |||
| Rang | Vorstandschef | Unternehmen | Gehalt (Euro) |
| 1 | Wendelin Wiedeking ** | Porsche | 77.400.000 |
| 2 | Daniel Vasella | Novartis | 13.646.000 |
| 3 | Alfredo Sàenz Abad | Banco Santander | 12.742.000 |
| 4 | Joseph Hogan * | ABB | 12.619.000 |
| 5 | Andrew Witty * | GlaxoSmithKline | 12.269.000 |
| 6 | Arun Sarin | ** Vodafone | 12.012.000 |
| 7 | Terry Leahy ** | Tesco | 11.345.000 |
| 8 | Jereon van der Veer | Royal Dutch | 9.828.000 |
| 9 | Frank Chapman | BG Group | 9.539.000 |
| 10 | Antoine Bernheim | Assicurazioni Generali | 9.350.000 |
| * auf das volle Geschäftsjahr hochgerechnet; ** Gehaltsdaten aus dem Geschäftsjahr 2007/2008. Quelle: manager magazin, Humboldt Universität Berlin. | |||
Der Chef eines Dax-Unternehmens kommt im Durchschnitt auf 3,6 Millionen Euro (2007: rund 4,85 Millionen Euro). Lediglich die Gehälter der Konzernchefs im M-Dax bleiben mit durchschnittlich 1,87 Millionen (2007: 1,99 Millionen Euro) einigermaßen stabil.
Alles in allem zahlten die im Stoxx 50
gelisteten Konzerne ihren Vorständen knapp 913 Millionen (2007: 1,2 Milliarden Euro), die Vorstände der im Dax
gelisteten Unternehmen kamen auf eine Gesamtvergütung von gut 395 Millionen Euro (2007: 560 Millionen Euro), die Führungsgremien der M-Dax
-Unternehmen auf 275 Millionen Euro (2007: 300 Millionen Euro).
Kern der Untersuchung, die das manager magazin zusammen mit Joachim Schwalbach von der Berliner Humboldt-Universität durchgeführt hat, ist die Frage, ob die Vergütung der Top-Manager leistungsgerecht ist.
Gemessen an der Börsenperformance und der Eigenkapitalrendite schnitten im Dax K&S-Chef Norbert Steiner, im Stoxx Ex-Unilever
-Chef Patrick Cescau und im M-Dax der Chef der Deutschen Euroshop, Claus-Matthias Böge, gut ab.
Besonders groß ist die Lücke zwischen Gehalt und Leistung bei Siemens-Lenker Peter Löscher, der sowohl im Dax als auch im Stoxx den letzten Platz belegt, sowie beim inzwischen verabschiedeten Arcandor
-Chef Thomas Middelhoff, der im M-Dax am schlechtesten abschnitt.
cte
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