Von Marc Pitzke, New York
New York - Dennis Buchholtz, ein pensionierter Färber aus dem Detroiter Vorort Warren, ist eines der vielen Opfer der US-Autokrise. Im Jahr 2005 leistete sich der Rentner eine Handvoll General-Motors-Anleihen, die zuletzt 91.000 Dollar wert waren und mit denen er seinen Ruhestand finanzieren wollte. Bei einer Insolvenz von General Motors (GM) droht er alles zu verlieren.
"Ich bin ein amerikanischer Rentner", klagte er in einem Beitrag für das "Wall Street Journal". Dennoch verteufele die US-Regierung Gläubiger wie ihn, mit denen Washington in einen erbitterten Streit um die Abgeltung der insgesamt 27 Milliarden Dollar GM-Schulden verstrickt ist, als Sündenböcke - als "den Grund für die Probleme von GM".
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Dabei habe er nur das getan, was Abermillionen "hart arbeitende Familien" täten, schreibt Buchholtz: "Wie viele Kleinanleger verlasse sich mich zur Finanzierung meines Ruhestands auf 'sichere' Investitionen wie Anleihen, die von Amerikas größten Unternehmen gestützt werden." Dies sei bei GM nun aber nach hinten losgegangen: Eine Insolvenz des Autobauers bedrohe seinen Lebensstandard.
Das Schicksal von Menschen wie Dennis Buchholtz zeigt: Der Kollaps von GM hat längst dramatische Ausmaße erreicht - und zieht immer weitere Kreise. Während in Berlin auch nach dem Scheitern des Krisengipfels im Kanzleramt weiter um die Zukunft der GM-Tochter Opel gerungen wird, ist eine Insolvenz des Mutterhauses so gut wie beschlossen.
Doch was bedeutet das wirklich? SPIEGEL ONLINE weist den Weg durchs Insolvenz-Dickicht.
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