Wirtschaft



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02.06.2009
 

Arbeitskampf

Kita-Streik geht in die dritte Woche

Tausende Kinder müssen erneut auf Spielstunden in ihrer Kita verzichten: Erzieher und Sozialarbeiter setzen ihren Streik in der dritten Woche fort. Allein in Nordrhein-Westfalen sind Tausende Mitarbeiter im Ausstand - ein Ende des Arbeitskampfs ist nicht abzusehen.

Düsseldorf - Der Kita-Streik trifft erneut Tausende Eltern und Kinder. Der Schwerpunkt des Arbeitskampfs lag am Dienstagmorgen im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Dort wollen sich bis zu 7000 Erzieher in mehr als 300 kommunalen Kitas an dem Ausstand beteiligen, der auch am Mittwoch fortgesetzt werden soll.

Streik im Kindergarten: Die Gewerkschaften Ver.di und GEW setzen ihren Arbeitskampf fort
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DPA

Streik im Kindergarten: Die Gewerkschaften Ver.di und GEW setzen ihren Arbeitskampf fort

Auch in Baden-Württemberg und Hamburg blieben am Morgen zahlreiche Kindertagesstätten geschlossen. In der norddeutschen Stadt hatte die Gewerkschaft Ver.di die Beschäftigten in den Kitas der Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten, des Arbeiter-Samariter-Bundes, der Rudolf-Ballin-Stiftung sowie des Hamburger Schulvereins zum Streik aufgerufen. Ver.di erwartet, dass insgesamt 1500 Mitarbeiter in 50 bis 60 Einrichtungen die Arbeit niederlegen.

Der Streik der Erzieher und Sozialarbeiter geht nunmehr in die dritte Woche. Mit dem fortgesetzten Arbeitskampf wollen sie erreichen, dass die kommunalen Arbeitgeber ein verbessertes Angebot vorlegen. "Ziel ist es, den Druck auf die Politik zu erhöhen," sagte ein Ver.di-Sprecher in Düsseldorf.

Der Hamburger Ver.di-Landeschef Wolfgang Rose sagte, es sei Zeit für ein seriöses Angebot. Er forderte die Arbeitgeber auf, nicht mit Verbotsanträgen vor Gericht zu reagieren. Am Freitag hatte das Hamburger Arbeitsgericht die angekündigten Streiks für rechtlich unbedenklich erklärt.

Ver.di und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wollen unter anderem tarifvertragliche Regelungen zum Gesundheitsschutz und eine bessere Bezahlung für die rund 220.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst erreichen. Eine Offerte aus der vergangenen Woche hatten sie als "Scheinangebot" zurückgewiesen und die Verhandlungen für gescheitert erklärt.

Nach dem Willen der Arbeitnehmervertreter sollen die Einkommen je nach Gehaltsstufe um 200 bis tausend Euro steigen. Die Arbeitgeber hatten ein Gehaltsplus von 220 Euro geboten. Sie forderten die Gewerkschaften auf, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Doch zunächst müssen sich Eltern auf weitere Streiks einstellen. Am Mittwoch sollen auch in Niedersachsen wieder Kitas geschlossen bleiben.

tko/dpa/ddp

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