Wirtschaft



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05.06.2009
 

Globale Krise

Wadan-Werften melden Insolvenz an

Die Wadan-Werften in Wismar und Rostock sind zahlungsunfähig. Seit einem Jahr ist das Unternehmen mehrheitlich in russischer Hand, jetzt hat es einen Insolvenzantrag gestellt. Tausende Arbeiter sind betroffen.

Hamburg - Die rund 2700 Beschäftigten der Wadan-Werften bangen um ihren Arbeitsplatz. Das Unternehmen meldete am Freitag Insolvenz an, wie der Leiter des Amtsgerichts Schwerin, Peter Winterstein, der Nachrichtenagentur dpa bestätigte.

Arbeiter der Wadan-Werften: Rund 2700 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
DPA

Arbeiter der Wadan-Werften: Rund 2700 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs

"Eine Unterstützung der Eigentümer über das bisherige Engagement der Landesregierung hinaus ist nicht möglich", sagte der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Jürgen Seidel (CDU), am Freitag, nachdem er am Vorabend mit dem russischen Aufsichtsrat der Werften, Andrej Burlakow, wegen der Krise verhandelt hatte. Nach den bisher geleisteten Krediten und Bürgschaften von Bund und Land in Höhe von 220 Millionen Euro seien zunächst die Eigentümer in der Pflicht, ihren Anteil zur Rettung eines der größten Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern zu erbringen.

Wadan-Sprecher Matthias Trott hatte kurz vor Bekanntwerden des Insolvenzantrags noch gesagt, dass es "sehr eng ist", aber noch an einer möglichen Lösung gearbeitet werde. "Eine Insolvenzverschleppung wird die Geschäftsführung jedoch nicht zulassen", betonte er.

Auch SPD-Chef Franz Müntefering hatte sich zu Wochenbeginn bei einem Besuch optimistisch zum weiteren Bestehen der angeschlagenen Wadan-Werften geäußert. Die Nöte der Schiffbauer im Nordosten würden sehr ernst genommen und er hoffe, dass trotz der schwierigen Situation das Unternehmen weiter vorankomme.

Auch die Wadan-Geschäftsführung hatte sich jüngst zuversichtlich gezeigt und auf die seit langem von Russland in Aussicht gestellten Aufträge mit einem Gesamtvolumen von rund 2,5 Milliarden Euro für Spezialschiffe und Offshoreanlagen gesetzt - offenbar vergeblich.

kaz/dpa/AP

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