München - Eine Zerschlagung des Reise- und Handelsunternehmens Arcandor wird immer wahrscheinlicher. Jetzt hat der Versandhandel Otto Interesse an weiteren Teilen des in die Krise geratenen Konzerns angekündigt.
Sollte es eine privatwirtschaftliche Lösung bei Arcandor geben, so wäre die Otto Group sicher ein Teil davon, sagte ein Sprecher des Hamburger Konzerns der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag". Otto sei insbesondere an den Sportfilialen der Karstadt-Gruppe interessiert, erfuhr das Blatt aus Konzernkreisen. Diese seien eine gute Ergänzung zu den SportScheck-Filialen, hieß es.
Zuvor war bereits bekannt geworden, dass Otto sich vorstellen kann, Teile der zu Arcandor
gehörenden Versandhandelsgruppe Primondo zu übernehmen. Im Gespräch mit "Euro am Sonntag" bekräftigte Konzernchef Hans-Otto Schrader das Interesse an den Primondo-Spezialversendern, unter anderem dem Babyartikler Baby-Walz und der Öko-Versand Hess Natur.
Außerdem soll die Handelsgruppe Teile des Geschäfts des Universalversenders Quelle in Mittel- und Osteuropa im Blick haben. Quelle als Ganzes sei jedoch unattraktiv, die Restrukturierungskosten wären zu hoch, hieß es.
can/dpa
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