Wirtschaft



  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
06.06.2009
 

Wirtschaftskrise

Finanzministerium rechnet mit Staatsquote von mehr als 50 Prozent

Experten des Finanzministeriums sagen einen dramatischen Anstieg der Staatsquote voraus. Sie rechnen laut SPIEGEL-Informationen damit, dass diese im nächsten Jahr über der 50-Prozent-Marke liegt. Die Quote war zuletzt kurz nach der Wiedervereinigung in diesem Bereich.

Hamburg - Die Fachleute im Bundesfinanzministeriums rechnen nach Informationen des SPIEGEL damit, dass die Staatsquote, dieses Jahr auf 49 Prozent steigen wird. Im kommenden Jahr wird demnach der Anteil des Staates am Bruttoinlandsprodukt die Marke von 50 Prozent überschreiten.

Das bedeutet, dass die Hälfte der Wirtschaftsleistung durch die Hände des Staates fließt: Für Personal, Sozialleistungen, Subventionen, aber auch für Investitionen und Bildung. Grund dafür sind die enormen Ausgaben für die Rettungspakete für Banken und Unternehmen, aber auch die zugleich wegbrechenden Steuereinnahmen.

Nach Einschätzung der Beamten im Finanzministerium wird es Jahre dauern, bis die Staatsquote wieder auf ihren Wert von 44 Prozent wie vor der Krise sinkt.

Bisher war die Staatsquote seit Bestehen der Bundesrepublik erst zweimal in die Nähe der 50-Marke geraten: In den siebziger Jahren zu Zeiten der sozial-liberalen Koalition und kurz nach der Wiedervereinigung. In Wachstumsphasen ist die Staatsquote jedes Mal gesunken - so auch in der vergangenen Jahren dank der guten Konjunkturlage.

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP