Wirtschaft


  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
10.06.2009
 

Zukunftsforschung

Wie sich die Welt durch die Finanzkrise wandelt

Von Esther Wiemann

Die globale Rezession gilt als historischer Einschnitt, sensationell und außergewöhnlich - alles falsch, behaupten jetzt Trendforscher in einer Studie über die Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft. Ihr überraschendes Fazit: Die Krise ist kaum mehr als ein reinigendes Gewitter.

Was kommt nach der Rezession?
Zur Großansicht
Corbis

Was kommt nach der Rezession?

Hamburg - Wenn es um die Folgen der globalen Wirtschaftskrise geht, kennt der Pessimismus derzeit keine Grenzen: Haben Kapitalismus und Marktwirtschaft versagt, ist die Globalisierung am Ende? Folgt gar eine lange und düstere Phase der Rezession - so lauten die quälenden Fragen.

Alles übertrieben, meinen jedoch Trendforscher in einer aktuellen Analyse: "Die Krise ist weder sensationell noch historisch außergewöhnlich", so das Ergebnis einer Studie des Zukunftsinstituts. Wie im persönlichen Leben von Zeit zu Zeit Krisen auftreten müssen, damit Menschen sich weiterentwickeln, gebe es auch im Finanz-System Sollbruchstellen, wie etwa die Immobilienkrise, heißt es da. Finanzblasen seien so alt wie das Geldsystem selbst - regelmäßig würde in der realen Wirtschaft ein Sprung in eine höhere Ebene stattfinden.

Die Wirtschaftskrise als reinigendes Gewitter also, als Beschleuniger für einen überfälligen Wandel?

Matrix des Wandels: So sieht die Welt nach der Krise aus
Zur Großansicht
SPIEGEL ONLINE

Matrix des Wandels: So sieht die Welt nach der Krise aus

Wie der genau aussehen könnte, das analysieren die Autoren Matthias Horx, Oliver Dziemba und Eike Wenzel anhand einer Matrix von acht wirtschaftlich und gesellschaftlich wichtigen Bereichen. Sie fragen, wie Menschen künftig arbeiten, was sie konsumieren, wie sie einkaufen, was ihnen wichtig ist, welche Werte gefragt sind und worauf Firmen in Zukunft achten müssen, um ihre Produkte zu verkaufen.

Die Ergebnisse der Studie überraschen in der allgemeinen Krisenstimmung - denn sie sind fast ausnahmslos positiv: Nach den Thesen der Trendforscher sieht es in der Wirtschaftsordnung der Zukunft gut aus für Arbeitnehmer und Unternehmer.

Auch in Sachen Umweltschutz gibt es positive Entwicklungen. Nur die Männer müssen in der Ökonomie der Zukunft zurückstecken - denn Frauen sind auf dem Vormarsch, weibliche Eigenschaften in der Wirtschaft künftig gefragt.

SPIEGEL ONLINE stellt die Ergebnisse im Einzelnen vor:

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Forum

insgesamt 57 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
11.06.2009 von la borsa: Offensive Strukturpolitik

*Klar. Guttemberg müßte man zum Jagen tragen.* Nur, die artigen Bemerkungen der Partei Die Linke oder der SPD zum Thema "Arbeit für alle" bzw. adäquater Branchemix setzt eine sog. aktive Wirtschaftspolitik voraus [...] mehr...

11.06.2009 von mbberlin: ...

Das einzige, was Guttenberg zustande bekommen will, aber hoffentlich nicht wird, ist eine deutlich höhere Sockelarbeitslosigkeit. Aber ohne jegliches Grundeinkommen, sondern mit dem Zwang, jeden Job zu jedem Lohn annehmen zu [...] mehr...

11.06.2009 von la borsa: Die Einkommensverteilung ist normal

Grundeinkommen sind dann gerechtfertigt, wenn Innovation und Rationalisierung etwa die Hälfte der Bürger im erwerbsfähigen Alter ( in der BRD = 40 Mio. Menschen )arbeitslos gemacht hat (Stichwort Sockelarbeitslosigkeit). Dieser [...] mehr...

10.06.2009 von eusidee: Grundeinkommen

Sollte ich es überlesen haben, oder ist es richtig, dass die Zukunftsforscher einen der wichtigsten gesellschaftlichen Innovationen, nämlich das bedingungslose Grundeinkommen nicht erwähnen? Mit dem Politikerwahn Vollbeschäftigung [...] mehr...

10.06.2009 von sprit: Manchmal läuft LOHAS ganz anders!

Chilenischer Machtkampf: Ende eines Auswanderer-Traums Wie ein ökologisches LOHAS Tourismus-Projekt an regionalen Potentaten scheitert. Auswandern – das ist für viele Deutsche ein Wunschtraum. Südamerika ist dabei in den [...] mehr...

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit! zum Forum...

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
alles zum Thema Globalisierung - die Welt nach der Krise

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP