Von Nils Klawitter
Hamburg - Der Deutsche Bauernverband (DBV) scheint um sein Ansehen besorgt und will deshalb die Meinungsbildung im Internet steuern. Zu diesem Zweck gründete der DBV nach SPIEGEL-Informationen eine Task-Force aus Internet-affinen Landwirten, die sich regelmäßig in Diskussionsforen zu Wort melden sollen.
Bauern-Demo am Mittwoch in München: Interner Streit im Verband
Im Fokus stehen dabei nicht nur die Foren der von den eigenen Landesverbänden beherrschten Blätter "agrarheute" und "topagrar", sondern etwa auch die der Berliner "taz" und von SPIEGEL-ONLINE. Das geht aus einem entsprechenden DBV-Schreiben hervor.
Verbandssprecher Michael Lohse tut die Aktivität als "normale Öffentlichkeitsarbeit" ab. Authentische Bauern kämen bei dieser Art Verbraucherdialog noch nicht genug zu Wort, würden aber durch Blogs "die beste Wirkung" erzielen. Weder wolle man verdeckt eine Meinung majorisieren, noch Stimmung für den Bauernverband machen.
Im internen DBV-Schreiben liest sich das jedoch ganz anders: Ziel der Task-Force sei es, "Meinungsbildung gegen den Bauernverband frühzeitig zu entdecken" und "einzugreifen". Gern auch unter Pseudonym. "Wenn Sie dort auf 'fragliche, kritische Diskussionen' stoßen", so die Task-Force-Führung, "mischen Sie sich in die Diskussion aktiv ein".
Lohse bestreitet, die Blogger anzuleiten. Im Schreiben des DBV ist jedoch von einer regelmäßigen Info-Mail die Rede, die die verbandstreuen Bauern-Blogger auf Themen stoßen soll.
Für Ulrich Jasper von der DBV-kritischen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft zeigt die Task-Force die "steigende Nervosität" des Verbands. "Wie schwach muss dessen Position sein, wenn er sich eine passende Öffentlichkeit zurechtzimmern muss?", so Jasper. Vor allem das Thema Milch spalte den DBV nachhaltig. Wegen seines Milchindustrie-Lobbyismus werde der Bauernverband mittlerweile von der Mehrheit der Milchbauern als Gegner betrachtet. Sogar in der landwirtschaftlichen Fachpresse ist bereits von einer "Austrittswelle" die Rede.
Erst am Mittwoch demonstrierten die eigenen Milchbauern vor der Zentrale des Bayerischen Bauernverbands und forderten den Rücktritt des DBV-Präsidenten Gerd Sonnleitner.
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Dieses Kompliment kann ich zurück geben :-) Es gibt keine Landwirtschaftlichen Giganten die den Markt diktieren! Ebenso ist es lediglich eine - zugegebener Maßen weit verbreitet - Meinung dass sich kleine Betriebe mehr [...] mehr...
Die Düngemittelpreise sind ab April gesunken und haben erst im August das Vorjahresniveau erreicht. Zu DEM Zeitpunkt, als gedüngt werden mußte, kosteten sie das doppelte. mehr...
Hm, Meerkönig, sie sollten nicht so viel schwindeln sondern sich mal informieren. Die Bauern sind in der landwirtschaftlichen Alterkasse zwangsversichert. Es gibt eine eine Einheitsrente unabhängig vom gezahlten Beitrag. Wie sie [...] mehr...
Die selbstständigen Landwirte , zahlen keine Beiträge in die Rentenkasse und bekommen trotzdem eine schöne Rente, dagegen können die sich gar nicht wehren. Der Hofbesitzer bekommt immer die Spitzenrente und die Bäuerin bekommt [...] mehr...
Ja unbedingt! Aber nur für die kleinen und mittleren Betriebe. Solche die sich kümmern. Nicht für Giganten die den Markt dictieren. Eines ist sicher Subventionen bekommen die die es am wenigsten brauchen. Es ist wie im [...] mehr...
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