Wirtschaft



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13.06.2009
 

Datenaffäre

Post speicherte Krankendaten von Mitarbeitern

Erst Lidl, jetzt die Post. Der Logistikkonzern hat nach SPIEGEL-Informationen an einigen Standorten Krankenakten über Mitarbeiter geführt. Darin vermerkten die Verantwortlichen intimste Details über den Gesundheitszustand der Angestellten.

Hamburg - Schwere Vorwürfe gegen die Deutsche Post Chart zeigen: Über Jahre hinweg hat der Konzern in einigen großen Briefniederlassungen elektronische Krankenakten von Mitarbeitern geführt. Dies geht aus Unterlagen hervor, die dem SPIEGEL vorliegen.

Briefzentrum der Post: Beschreibungen von psychischen ErkrankungenZur Großansicht
ddp

Briefzentrum der Post: Beschreibungen von psychischen Erkrankungen

Danach wurden selbst intimste Krankheitsdetails über die Mitarbeiter auf den Post-Computern gespeichert. Neben genauen Beschreibungen von psychischen Erkrankungen wie Depressionen finden sich Zustandsbeschreibungen von Mitarbeitern mit schweren Herzerkrankungen oder auch von Angestellten mit Darminfekten.

Verbunden sind die Krankheitsdaten und -beschreibungen häufig mit klaren Handlungsempfehlungen. So heißt es in den Akten etwa, dass in Gesprächen auf die Patienten eingewirkt werden soll, in Vorruhestandsregelungen einzuwilligen oder ihr Tätigkeitsfeld im Unternehmen zu wechseln.

Die Deutsche Post AG räumt ein, dass solche Akten geführt wurden und dass damit in eklatanter Form gegen geltende Datenschutzbestimmungen verstoßen wurde. Allerdings, so Personalvorstand Walter Scheuerle, sei dies nach Kenntnis des Unternehmens nur in zwei Briefzentren der Fall gewesen.

Bereits im vergangenen Jahr sei die Post durch interne Untersuchungen auf die Vorkommnisse gestoßen und habe sofort alle notwendigen organisatorischen und personellen Konsequenzen gezogen.

Man habe alles getan, um eine Wiederholung auszuschließen. Trotzdem, heißt es bei der zuständigen Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, müsse der Vorgang nun "rigoros aufgeklärt" werden.

Der Fall ähnelt jener Datenaffäre, die Anfang April den Discounter Lidl erschütterte. Der SPIEGEL hatte aufgedeckt, dass der Handelskonzern die Krankheiten von Mitarbeitern in firmeninternen Unterlagen festgehalten hat - obwohl das arbeitsrechtlich bedenklich ist. Datenschützer hatten empört reagiert und den Vorgang überprüft.

suc

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31.03.2010 von Hilfskraft: Bespitzelt und überwacht – sind Arbeitnehmer schutzlos?

vielleicht sollte man es mal umgekehrt versuchen? Arbeitnehmer bespitzeln ihre Vorgesetzten und schwärzen die an höherer Stelle an. Mal sehen, was daraus würde? mehr...

30.03.2010 von SirTurbo:

Das heisst dann: Wenn ich Wissen in der Freizeit erworben habe, dann "vergesse" ich das wenn ich in die Firma komme? mehr...

30.03.2010 von phönix04: austauschen

Wenn eine Firma Bluttest benötigt, um Alkohol oder Drogen während der Arbeit festzustellen, dann ist die gesamte Leitungsriege unfähig. Als Leiter mit direkten Kontakt hat man ganz einfache und konkrete Möglichkeiten, die Koll. [...] mehr...

30.03.2010 von schniggeldi:

Oder in sie hineinwirkt. Ich möchte Sie mal hören, wenn Ihr Kind von einem alkoholisierten Brummifahrer plattgemacht wird und sich herausstellt, dass die Firma wußte, dass der Kollege ein paar Siunden vor Dienstantritt [...] mehr...

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