Hamburg - Von den Fonds, die der Troisdorfer Projektentwickler Josef Esch mit der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim für die Vermietung von Immobilien an Karstadt aufgelegt hat, profitierte nach SPIEGEL-Informationen eine handverlesene Gruppe von Angehörigen des deutschen Geldadels. Mit dabei waren beim Start der Fonds - außer Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff, seiner Frau Cornelie und anderen - die Kunstsammlerin Claudia Oetker und Maxdata-Gründer Holger Lampatz, der 2006 und 2007 im Aufsichtsrat von KarstadtQuelle saß.
Auch Münchner Oppenheim-Konkurrenten, die Privatbankiers Wilhelm von Finck Junior und Senior, zeichneten Anteile; ebenso die Ehefrau eines Ministerialbeamten aus dem Bundesjustizministerium, der dort für Gesellschaftsrecht zuständig ist.
Sie alle gewannen auf Kosten des KarstadtQuelle-Konzerns, der heute Arcandor
heißt und insolvent ist. In München betrug die Garantiemiete 23,2 Prozent vom Umsatz, in Leipzig 19,6 Prozent, in Potsdam 16,4 Prozent und in Karlsruhe 14,5. Schon bei einem Verhältnis Umsatz zu Miete von zehn Prozent, so Einzelhandelsexperten, beginne die sogenannte Todeszone, in der ein Warenhaus die Miete gemeinhin nicht mehr erwirtschaften könne.
Für Thomas Middelhoff hat die Beteiligung an den Fonds ein juristisches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft hat am Freitag offiziell ein Ermittlungsverfahren wegen Untreue eingeleitet. Der Manager könnte privat davon profitiert haben, dass Karstadt-Kaufhäuser teils unüblich hohe Mieten zahlen, hieß es zur Begründung.
Arcandor hat trotz Insolvenz allerdings noch Chancen auf Staatsgeld. Die Bundesregierung ist nach SPIEGEL-Informationen bereit, einen Antrag auf einen sogenannten Massekredit wohlwollend zu prüfen.
Ein Kreditantrag liegt noch nicht vor - im Bedarfsfall aber werde die Bundesregierung den Wunsch nach einem sogenannten Massekredit schnell prüfen und ihn, wenn möglich, auch gewähren, hieß es im Bundeswirtschaftsministerium. Ein Massekredit ist kurzfristig zur Verfügung gestelltes Geld für insolvente oder kurz vor der Insolvenz stehende Unternehmen. Er wird vorrangig vor allen anderen Forderungen aus der Insolvenzmasse bedient.
suc
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Schuld sind nicht die Top-Manager, die alles optimal gemanaged haben, schuld sind die gierigen Acandor-Angestellten, die die Frechheit haben, von ihrem Gehalt leben zu wollen. Statt nur auf Teile des Lohnes oder auf das [...] mehr...
die Luxemburger Privatbank Sal. Oppenheim hat als Hausbank von Arcandor und Hauptanteilsnehmer dem 6 Monate Arcandor-Vorstandschef und seit 2004 Aufsichtsratmitglied bei der Deutschen Bank (!) Karl-Gerhard Eick die 15 Mio. für [...] mehr...
Jetzt steht eine Schar von Gläubigern vor der Tür, von denen einige wahrscheinlich in dir Röhre schauen werden oder wie die Mitarbeiter finanzielle Zugeständnisse machen müssen. Dadurch werden viele weitere Existenzen bedroht. [...] mehr...
...die ich mir stelle, ist die: die 15 mio-Abfindung soll aus welchem Finanztopf fliessen ??? Wenn diese aus der Insolvenzkasse käme, hätten wir hier wohl einen Straftatbestand, also noch einmal: woher sollen die 15 mio [...] mehr...
Nun ist die Handelskette pleite und wird aufgelöst, was Gestern noch ein sogenanntes strahlendes Unternehmen war ist nur noch ein Scherbenhaufen. Und da frage ich mich, wie sieht die bundesdeutsche Wirtschaft denn wirklich aus? [...] mehr...
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