Wirtschaft



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23.06.2009
 

Kreditvergabe

Bundesbank-Chef droht Banken mit härterer Gangart

Schelte vom Bundesbank-Präsidenten: Axel Weber fordert die Finanzinstitute auf, Zinssenkungen der Zentralbank an die Kunden weiterzugeben - um günstige Kredite möglich zu machen. Sollte das nicht passieren, seien andere Maßnahmen notwendig.

München - Es ist nicht das erste Mal: Bundesbank-Präsident Axel Weber hat die deutschen Banken erneut dazu aufgerufen, die Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) endlich an die Kunden weiterzugeben. Die seien notwendig, damit sich Kunden wieder günstige Kredite leisten könnten.

Bundesbank-Präsident Axel Weber: "Ich gehe davon aus, dass eine Kreditklemme verhinderbar ist"Zur Großansicht
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Bundesbank-Präsident Axel Weber: "Ich gehe davon aus, dass eine Kreditklemme verhinderbar ist"

Sollten die Institute jedoch nicht reagieren, drohten Konsequenzen, sagte Weber. Die Notenbank werde das Bankensystem umgehen müssen, um sicherzustellen, dass der Wirtschaft genügend zinsgünstige Kredite zur Verfügung stünden. "Sollten die Maßnahmen der Notenbanken am Deleveraging der Banken scheitern, dann werden die Notenbanken die Banken umgehen müssen und die Wirtschaft direkt stützen", sagte er. Dies halte er derzeit jedoch noch nicht für nötig.

Es liege an den Banken, die günstige Refinanzierung bei der Zentralbank in günstige Kredite umzumünzen. "Ich gehe davon aus, dass eine Kreditklemme verhinderbar ist, wenn die Banken mitmachen. Sollten sie es nicht tun, muss man als Notenbanker sehr deutlich machen, dass man dann dafür sorgen wird, dass es keine Kreditklemme geben wird."

Die Liquiditätsspritzen der Notenbanken hätten nicht in erster Linie das Ziel gehabt, die Banken zu retten, sondern die Realwirtschaft mit günstigen Krediten zu versorgen, machte der Bundesbank-Chef deutlich. Geplant sei auch gewesen, die Konjunktur im Absturz noch einigermaßen am Leben zu erhalten.

yes/rtr

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