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Rezession US-Wirtschaft schrumpft weniger stark als angenommen

Der Konjunkturtiefpunkt in den USA rückt näher: Die größte Volkswirtschaft der Welt hat sich im ersten Quartal besser behauptet als erwartet. Ökonomen sehen bereits erste Signale einer Erholung.

Washington - In den USA mehren sich die Hinweise auf ein Ende der Rezession: Zwar schrumpfte die größte Volkswirtschaft der Welt im ersten Quartal 2009 erneut. Auf das Jahr hochgerechnet lag das Minus bei 5,5 Prozent - das war aber weniger stark als zunächst angenommen. Dies teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag mit.

US-Notenbankchef Ben Bernanke: Ende der Rezession gegen Ende des JahresZur Großansicht
AFP

US-Notenbankchef Ben Bernanke: Ende der Rezession gegen Ende des Jahres

Zuvor hatten Experten noch ein Minus von 5,7 Prozent und noch früher von 6,1 Prozent vorausgesagt. Selbst das wäre schon eine leichte Verbesserung im Vergleich zum vierten Quartal 2008 gewesen: Damals war das US-Bruttoinlandsprodukt auf das Jahr hochgerechnet um 6,3 Prozent eingebrochen - und damit so stark wie seit 1982 nicht mehr.

Wie das Handelsministerium außerdem mitteilte, konsumierten die US-Bürger im ersten Quartal wieder mehr als davor. So verzeichneten die Konsumausgaben mit einem Plus von 1,4 Prozent den stärksten Anstieg seit fast zwei Jahren. Die Ausgaben der Konsumenten im letzten Quartal 2008 waren noch massiv um 4,3 Prozent eingebrochen - so stark wie seit beinahe drei Jahrzehnten nicht mehr.

"Wir haben eine Wirtschaft, die deutlich weniger schwach ist", sagte Mike Englund, Chef-Ökonom des Wirtschaftsinstituts Action Economics LLC in Boulder (Colorado), der Nachrichtenagentur Bloomberg. Für das zweite Quartal erwarten Wirtschaftsexperten daher, dass die US-Wirtschaft nur noch um 1,8 Prozent schrumpft.

Der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, hatte bereits kürzlich Hoffnungen auf eine baldige Erholung der Wirtschaft gemacht. Er erwarte, dass die Rezession gegen Ende des Jahres vorüber sei.

yes/dpa

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