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Sonnenstrom Ökobranche erwartet Solarboom in Deutschland

2. Teil: Auf die Verbraucher kommen Milliardenkosten zu

Allerdings ist der Solar-Boom alles andere als billig. Laut Erneuerbare-Energien-Gesetz müssen die Verbraucher die hohe Vergütung für Sonnenenergie zahlen - automatisch mit der Stromrechnung.

Der Bundesverband Solarwirtschaft beziffert die monatliche Belastung eines Durchschnittshaushalts auf "maximal 2,14 Euro" im Jahr 2014. Allerdings legen die Öko-Lobbyisten dabei einen jährlichen Solarzubau von weniger als 700 Megawatt zugrunde. Tatsächlich werden laut EPIA allein im Jahr 2013 rund 3000 Megawatt ans Netz gehen. Mit anderen Worten: Die Kosten werden ein Vielfaches der 2,14 Euro ausmachen, Monat für Monat.

Teuer wird es vor allem langfristig. Denn das Erneuerbare-Energien-Gesetz garantiert die Ökostrom-Vergütung für 20 Jahre. Eine Anlage, die heute ans Netz geht, verursacht also noch im Jahr 2029 Kosten. Experten sprechen von "Solarschulden", die sich auf zig Milliarden Euro belaufen.

"Innerhalb der Parteien dürfte es Diskussionsbedarf geben, wenn der Zubau der Photovoltaik und damit die Summe der Vergütungsverpflichtungen deutlich schneller wachsen als angenommen", sagt Kreutzmann von "Photon".

Deutschland ist die größte Solarnation der Welt

Dass das Marktwachstum vor allem subventionsgetrieben ist, zeigt ein Blick auf die Statistik: Trotz seiner geografischen Lage ist Deutschland mit Abstand die größte Solarnation der Welt. Selbst sonnenreiche Länder wie Italien oder Spanien folgen erst mit großem Abstand (siehe Grafiken).

Profiteure sind Hausbesitzer mit einer Solaranlage auf dem Dach. Ihre Rendite ist zwanzig Jahre sicher. Gewinner sind aber auch die Hersteller in China und anderen Ländern, zum Beispiel Yingli und Suntech Chart zeigen: Der Nachfrageschub in Deutschland beflügelt vor allem ihren Absatz.

Die heimischen Solarfirmen haben dagegen kaum etwas von dem Boom. Ihre Marktanteile sinken Jahr für Jahr. Aktuell befindet sich unter den zehn größten Produzenten der Welt nur ein deutsches Unternehmen: Q-Cells.

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insgesamt 6110 Beiträge
Nein, der lohnt sich nicht
Zitat von sysopDer deutsche Staat garantiert hohe Vergütungssätze für Solarstrom. Unnötiger Milliardenaufwand - oder sinnvoller Umweltschutz?
Nein, der lohnt sich nicht
donemile 27.03.2008
So was ähnliches hatten wir doch erst vor kurzem. Auf eine neue Runde: Es lohnt sich jeder investierte Euro und zwar mehrfach. Besser kann man die Umwelt nicht schützen!
Zitat von sysopDer deutsche Staat garantiert hohe Vergütungssätze für Solarstrom. Unnötiger Milliardenaufwand - oder sinnvoller Umweltschutz?
So was ähnliches hatten wir doch erst vor kurzem. Auf eine neue Runde: Es lohnt sich jeder investierte Euro und zwar mehrfach. Besser kann man die Umwelt nicht schützen!
susanne_tatter 27.03.2008
Der Erntegrad der Solartechnik ist positiv. Jede eingesetzte Kilowattstunde zur Produktion wird mehrfach wieder als nutzbare Energie zur Verfügung gestellt. Die Solartechnik ist eine der Alternativen, mit denen wir im nach [...]
Zitat von sysopDer deutsche Staat garantiert hohe Vergütungssätze für Solarstrom. Unnötiger Milliardenaufwand - oder sinnvoller Umweltschutz?
Der Erntegrad der Solartechnik ist positiv. Jede eingesetzte Kilowattstunde zur Produktion wird mehrfach wieder als nutzbare Energie zur Verfügung gestellt. Die Solartechnik ist eine der Alternativen, mit denen wir im nach fossilen Zeitalter Energie erzeugen müssen. Heute damit zu beginnen und die Entwicklung zur Serienreife zu subventionieren ist meiner Meinung nach sehr sinnvoll.
Christian-H 27.03.2008
Lohnt sich nur für diejenigen, die die hohen Vergütungen abfassen, ansonsten ist das hier in D rausgeworfenes Geld.
Zitat von sysopDer deutsche Staat garantiert hohe Vergütungssätze für Solarstrom. Unnötiger Milliardenaufwand - oder sinnvoller Umweltschutz?
Lohnt sich nur für diejenigen, die die hohen Vergütungen abfassen, ansonsten ist das hier in D rausgeworfenes Geld.
Reziprozität 27.03.2008
Angesichts der produktionsbedingten Treibhausgasemissionen, des spezifisch hohen Materialaufwandes, des hohen Aufkommens von Produktionsabfaellen (http://gabe.web.psi.ch/pdfs/Energiespiegel_Nr.3_Beilage.pdf) sowie des aktuellen [...]
Zitat von donemileSo was ähnliches hatten wir doch erst vor kurzem. Auf eine neue Runde: Es lohnt sich jeder investierte Euro und zwar mehrfach. Besser kann man die Umwelt nicht schützen!
Angesichts der produktionsbedingten Treibhausgasemissionen, des spezifisch hohen Materialaufwandes, des hohen Aufkommens von Produktionsabfaellen (http://gabe.web.psi.ch/pdfs/Energiespiegel_Nr.3_Beilage.pdf) sowie des aktuellen wie zukuenftig prognostizierbaren Anteils an der Gesamtstromproduktion lohnt sich die Einspeiseverguetung ganz und gar nicht. Gelder fuer die weitere Erforschung der Stromwandlung mittels Photovoltaik sollten jedoch in jedem Falle fliessen.
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