Stuttgart - Hoffnungsschimmer für Porsche? Der Staatsfonds des Emirats Katar, QIA, könnte nun doch bei dem hochverschuldeten Autobauer einsteigen. "Uns liegt ein Angebot der QIA vor, das den Einstieg bei der Porsche
Holding SE beschreibt und den Kauf der Optionen auf VW-Aktien", sagte ein Porsche-Sprecher der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Jetzt wird über den Preis verhandelt."
Das Angebot sei die Grundlage für die weiteren Verhandlungen, sagte der Sprecher. Eine Entscheidung müsse innerhalb der Eigentümerfamilien Porsche und Piëch diskutiert werden. Wann es eine Einigung geben könnte, wollte er nicht sagen. In welcher Höhe die Investoren aus Katar sich an der Porsche SE beteiligen sei ebenfalls noch nicht bekannt.
Am Montag hatte Porsche das Angebot aus Wolfsburg abgelehnt, knapp die Hälfte des Unternehmens an Volkswagen zu verkaufen. "Es ist für uns kein gangbarer Weg, 49,9 Prozent der Porsche AG an VW zu verkaufen", sagte ein Porsche-Sprecher am Montag. Porsche könne auf den Vorschlag gar nicht eingehen, weil dann sofort der Kredit über 10,75 Milliarden Euro fällig werde, den das Unternehmen sich bei einem Bankenkonsortium gesichert habe.
Porsche hält derzeit 51 Prozent an Volkswagen
. Ursprünglich sollte diese Mehrheit noch deutlich ausgebaut werden - doch dafür fehlt mittlerweile das Geld. Denn Porsche hat sich durch die geplante VW-Übernahme verhoben und ist jetzt seinerseits auf Hilfe angewiesen.
Eine Einigung von Porsche und VW könnte allerdings Voraussetzung für einen Einstieg Katars sein. Nach SPIEGEL-Informationen drängen die Araber darauf, dass sich die Deutschen endlich einig werden.
yyesdpa-AFX
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