Wirtschaft



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02.07.2009
 

Schwere Rezession

Zahl der US-Arbeitslosen steigt auf 26-Jahres-Hoch

Aufträge brechen weg, die Wirtschaft schwächelt und immer mehr Menschen verlieren ihre Jobs: Die Zahl der Arbeitslosen in den USA ist im Juni um 467.000 gestiegen - und damit deutlich stärker als erwartet. Besonders stark betroffen sind die Bauwirtschaft und das verarbeitende Gewerbe.

Washington - Die dramatische Lage auf dem US-Arbeitsmarkt spitzt sich zu: 467.000 Stellen fielen allein im Juni weg. Die Arbeitslosenquote stieg von 9,4 Prozent auf jetzt 9,5 Prozent. So hoch war sie zuletzt im August 1983, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Im Mai waren 322.000 Jobs weggefallen.

Jobsuchende in Manhattan: Keine Aussicht auf eine Wende
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Getty Images

Jobsuchende in Manhattan: Keine Aussicht auf eine Wende

Die Juni-Zahlen fielen somit noch schlechter aus als erwartet worden war. Analysten hatten damit gerechnet, dass hunderttausend Arbeitsplätze weniger vernichtet würden. In fast alle großen Branchen wurden Stellen abgebaut. Besonders betroffen waren das verarbeitende Gewerbe, der Bausektor und die Dienstleister. Allein die Dienstleister bauten 244.000 Arbeitsplätze ab - mehr als doppelt so viele wie im Mai. Dagegen verlangsamte sich der Abwärtstrend in der Industrie. Hier fielen 136.000 Jobs weg, 20.000 weniger als im Vormonat.

Die schlechten Daten versetzten dem deutschen Aktienmarkt einen Dämpfer: Der Leitindex Dax rutschte unter die Marke von 4800 Punkten. Auch der Dow Jones Chart zeigen in den USA fiel.

Seit Ausbruch der Rezession in den USA Ende 2007 sind der Krise rund sechs Millionen Arbeitsplätze zum Opfer gefallen. Auch die Aussichten für die kommenden Monate sehen düster aus: "Die Zahl der Stellen wird im Rest des Jahres weiter sinken, und die Arbeitslosenquote wird weiter steigen", sagte John Silvia, Chefökonom der US-Bank Wachovia Chart zeigen. "Die Herausforderung für die Obama-Regierung wird es sein, dass es zwar Wirtschaftswachstum geben wird, aber noch keine Zuwächse bei den Stellen. Das wird hart für sie werden."

Die Arbeitslosigkeit in den USA werde "noch mehrere Jahre schmerzhaft hoch bleiben", sagte die Präsidentin der regionalen US-Notenbank von San Francisco, Janet Yellen, unlängst. Zwar sei zu erwarten, dass sich im Laufe dieses Jahres wieder ein Wachstum einstelle. "Aber ich bin nicht optimistisch, dass die Wirtschaft schon in Bälde wieder normal läuft", räumte sie ein.

Ein positives Signal gab es dennoch: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank in der vergangenen Woche etwas stärker als erwartet.

Die Anträge seien um 16.000 auf 614.000 zurückgegangen. Volkswirte hatten mit einem Rückgang vom ursprünglichen Wert auf 615.000 Anträge gerechnet. Der Vorwochenwert wurde allerdings von 627.000 auf 630.000 nach oben revidiert.

yes/dpa/dpa-AFX

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23.07.2009 von liborum:

Es war nicht Adenauer, der sich gegen zuviel Ausbau des "Sozialstaates" wehrte, sondern Erhard. Von Adenauer stammt der schöne Satz "Kinder kriegen die Leute immer", als er auf die Gefahren des damals [...] mehr...

23.07.2009 von perpendicle:

Wollte noch hinzufügen, dass wir ja im Zeitalter der Riesen angekommen zu sein scheinen -. Das heisst auch: -Masse statt Klasse-. Der nunmehr weltweit entstandene Superriese war ebenfalls als Fressmaschine konzipiert und ist [...] mehr...

23.07.2009 von perpendicle: Mehr Demokratie machen die richtige Lösung?

Da haben Sie natürlich auch recht! Eine Systemveränderung wird von angesichts der Natur dieser krise selbst von quasi von selbst geschehen und man braucht dazu keine Revolution mehr, sollte sich daher ruhig zurücklehnen un der [...] mehr...

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22.07.2009 von liborum:

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