Washington - Die dramatische Lage auf dem US-Arbeitsmarkt spitzt sich zu: 467.000 Stellen fielen allein im Juni weg. Die Arbeitslosenquote stieg von 9,4 Prozent auf jetzt 9,5 Prozent. So hoch war sie zuletzt im August 1983, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Im Mai waren 322.000 Jobs weggefallen.
Die Juni-Zahlen fielen somit noch schlechter aus als erwartet worden war. Analysten hatten damit gerechnet, dass hunderttausend Arbeitsplätze weniger vernichtet würden. In fast alle großen Branchen wurden Stellen abgebaut. Besonders betroffen waren das verarbeitende Gewerbe, der Bausektor und die Dienstleister. Allein die Dienstleister bauten 244.000 Arbeitsplätze ab - mehr als doppelt so viele wie im Mai. Dagegen verlangsamte sich der Abwärtstrend in der Industrie. Hier fielen 136.000 Jobs weg, 20.000 weniger als im Vormonat.
Die schlechten Daten versetzten dem deutschen Aktienmarkt einen Dämpfer: Der Leitindex Dax rutschte unter die Marke von 4800 Punkten. Auch der Dow Jones
in den USA fiel.
Seit Ausbruch der Rezession in den USA Ende 2007 sind der Krise rund sechs Millionen Arbeitsplätze zum Opfer gefallen. Auch die Aussichten für die kommenden Monate sehen düster aus: "Die Zahl der Stellen wird im Rest des Jahres weiter sinken, und die Arbeitslosenquote wird weiter steigen", sagte John Silvia, Chefökonom der US-Bank Wachovia
. "Die Herausforderung für die Obama-Regierung wird es sein, dass es zwar Wirtschaftswachstum geben wird, aber noch keine Zuwächse bei den Stellen. Das wird hart für sie werden."
Die Arbeitslosigkeit in den USA werde "noch mehrere Jahre schmerzhaft hoch bleiben", sagte die Präsidentin der regionalen US-Notenbank von San Francisco, Janet Yellen, unlängst. Zwar sei zu erwarten, dass sich im Laufe dieses Jahres wieder ein Wachstum einstelle. "Aber ich bin nicht optimistisch, dass die Wirtschaft schon in Bälde wieder normal läuft", räumte sie ein.
Ein positives Signal gab es dennoch: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank in der vergangenen Woche etwas stärker als erwartet.
Die Anträge seien um 16.000 auf 614.000 zurückgegangen. Volkswirte hatten mit einem Rückgang vom ursprünglichen Wert auf 615.000 Anträge gerechnet. Der Vorwochenwert wurde allerdings von 627.000 auf 630.000 nach oben revidiert.
yes/dpa/dpa-AFX
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Es war nicht Adenauer, der sich gegen zuviel Ausbau des "Sozialstaates" wehrte, sondern Erhard. Von Adenauer stammt der schöne Satz "Kinder kriegen die Leute immer", als er auf die Gefahren des damals [...] mehr...
Wollte noch hinzufügen, dass wir ja im Zeitalter der Riesen angekommen zu sein scheinen -. Das heisst auch: -Masse statt Klasse-. Der nunmehr weltweit entstandene Superriese war ebenfalls als Fressmaschine konzipiert und ist [...] mehr...
Da haben Sie natürlich auch recht! Eine Systemveränderung wird von angesichts der Natur dieser krise selbst von quasi von selbst geschehen und man braucht dazu keine Revolution mehr, sollte sich daher ruhig zurücklehnen un der [...] mehr...
...ist der Aufwand zu groß, wenn man an Quoten von 0,1 Prozent denkt, wie es dann in etwa der FDP vorschwebt. mehr...
Und wer hat für die Entstehung vieler Monokulturen in Staaten, die sich bis in die 50er Jahre selbst ernähren konnten, die Verantwortung zu tragen? Versuchen Sie mal den Film "Blutiger Weizen" zu bekommen. [...] mehr...
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