Frankfurt am Main - Auf und ab im Dax: Nachdem der deutsche Leitindex am Mittwoch zugelegt hatte, sackte er am Donnerstag wieder ab. Der Leitindex schloss 3,8 Prozent im Minus bei 4718 Punkten. Auch der MDax
mittelgroßer Werte sank um rund zwei Prozent auf 5762 Punkte.
Hauptgrund für den Absturz waren enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA.
Die Zahl der Beschäftigten dort war im Juni unerwartet deutlich zurückgegangen. 467.000 Stellen fielen weg. Die Arbeitslosenquote stieg von 9,4 auf jetzt 9,5 Prozent. An der Wall Street verlor der Dow Jones
nach Veröffentlichung der Daten ebenfalls deutlich. Händlern zufolge dämpfte die Nachricht die Erwartung, wonach die Rezession schnell zu Ende gehen könnte.
"Die insgeheimen Hoffnungen, dass sich die Erholung der Frühindikatoren auch am Arbeitsmarkt positiv bemerkbar machen könnte, haben sich nicht erfüllt", sagte Marktstratege Christian Schmidt von der Helaba. "Und wenn der Arbeitsmarkt nicht läuft, darf man sich auch fragen, was das für das Konsumverhalten bedeutet."
Im Dax verloren vor allem Auto-Aktien an Wert. Zwar treibt
die Abwrackprämie die Verkaufszahlen in Deutschland in die Höhe. In den USA verschlechterte sich die Lage dagegen massiv. "Die Hoffnungen, dass sich das Gesamtbild verbessert, sind damit dahin", sagte Analyst Heino Ruland von Ruland Research. Auch die Experten der Credit Suisse
sehen die Entwicklung im europäischen Autosektor wieder skeptischer. "Obwohl Aktien aus dem Sektor historisch betrachtet relativ günstig bleiben, sehen wir steigende Risiken für die Cash Flows im ersten Halbjahr 2010, wenn die Unterstützung für Preise und Volumen aus den Abwrackprämien wegfällt", heißt es in der Studie der Bank.
Daimler-Papiere
verloren mehr als fünf Prozent auf 25,07 Euro. Größter Dax-Verlierer waren mit einem Minus von mehr als sieben Prozent auf 228 Euro die Volkswagen-Stammaktien
. Börsianer verwiesen auch auf den unübersichtlichen Machtkampf zwischen Porsche
und VW. "Die Börse hasst nichts mehr als Ungewissheit", sagte ein Händler. Erneut kursierten Spekulationen, dass die Stammaktien bei einer Fusion der beiden Autobauer den Platz im Dax wegen eines zu geringen Streubesitzes räumen müssen.
yes/dpa/Reuters
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