Brüssel - Die Geldbußen gegen den E.on-Konzern und den französischen Versorger Gaz de France (GDF) beliefen sich auf je 553 Millionen Euro, teilten die Wettbewerbshüter am Mittwoch in Brüssel mit.
Die Begründung: Die Unternehmen hätten durch die Aufteilung von Märkten gegen das im EU-Recht verankerte Verbot von Kartellen und wettbewerbswidrigem Verhalten verstoßen, erklärte die Kommission.
Damit hat Brüssel nach eigenen Angaben erstmals eine Kartellstrafe im Energiebereich verhängt. "Die Aufteilung von Märkten zählt zu den schwerwiegendsten Kartellverstößen", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Durch die Vereinbarung seien die Verbraucher in zwei der größten Gasmärkte in der EU um einen stärkeren Preiswettbewerb gebracht worden.
Die Konzerne hätten sich zum Bau ihrer gemeinsamen Megal-Pipeline 1975 darauf geeinigt, über diese Leitung kein Gas im Heimatmarkt des jeweils anderen Unternehmens zu verkaufen, erklärte die Kommission. Diese Vereinbarung sei auch nach der Liberalisierung des EU-Energiemarktes 2000 noch in die Tat umgesetzt worden.
Der E.on-Konzern kündigte am Mittwoch an, er werde gegen die Entscheidung Klage beim Europäischen Gericht einreichen. Die Vereinbarung habe für die Marktentwicklung keine Relevanz gehabt, sei nie praktiziert und 2004 von den Unternehmen formell aufgehoben worden, erklärte E.on. Auch GDF Suez kündigte Klage beim Europäischen Gericht erster Instanz an. "Die Gruppe kann die gegen sie erhobenen Vorwürfe nicht akzeptieren", teilte GDF in Paris mit. Die Konzerne müssen das Bußgeld aber trotz des bevorstehenden Rechtsstreits zahlen.
Durch die Megal-Pipeline fließt Erdgas von Tschechien durch Süddeutschland nach Österreich und Frankreich. E.on und GDF Suez sind die führenden Gaskonzerne in Deutschland und Frankreich.
suc/yes/dpa/Reuters
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Treffend bemerkt! Die EU ist sozialfeindlich und ohne Volksbasis. Sie ist eine Schande für den gesunden Menschenverstand. - mehr...
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