Wirtschaft



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08.07.2009
 

Konjunktur

IWF rechnet mit schnellerer Erholung der Weltwirtschaft

Der Optimismus wächst: Der Internationale Währungsfonds erwartet für 2010 ein stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft als bisher angenommen. Für Deutschland sieht es aber weiter düster aus - die Prognose wurde sogar noch einmal gesenkt.

Washington - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum leicht angehoben. Unter dem Strich dürfte die Weltwirtschaft in 2009 und 2010 zusammen um 0,5 Prozentpunkte stärker wachsen als bislang prognostiziert, teilte der IWF am Mittwoch in Washington mit. Die globale Konjunktur komme langsam aus der Rezession, die Stabilisierung werde aber unstet und gedämpft verlaufen, hieß es.

Containerschiff im Hamburger Hafen: Prognose für Deutschland gesenkt
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DPA

Containerschiff im Hamburger Hafen: Prognose für Deutschland gesenkt

Allerdings senkte der Währungsfonds die Prognose für das laufende Jahr um 0,1 Punkte auf minus 1,4 Prozent. 2010 werde die Weltwirtschaft aber voraussichtlich um 2,5 Prozent wachsen - und damit um 0,6 Punkte mehr als bisher erwartet.

Bei den großen Industrienationen hob der IWF seine Prognose am stärksten für Japan und die USA an. Für Deutschland und den Euro-Raum senkte der Währungsfonds indes erneut seine Vorhersage. Der Fonds rechnet für Deutschland nun mit einem Wachstumseinbruch um 6,2 Prozent im Jahr 2009. Für das nächste Jahr erwartet der IWF eine leicht negative Rate von minus 0,6 Prozent. In der Euro-Zone schrumpfe die Wirtschaft dieses Jahr um 4,8 Prozent, im nächsten Jahr werde es ein Minus von 0,3 Prozent geben, teilte der IWF mit.

Positiv hob der IWF die politischen Maßnahmen in der Finanzkrise hervor. Sie hätten die Risiken für das Finanzsystem vermindert. Zudem habe auch die verbesserte Aussicht auf eine konjunkturelle Erholung stabilisierend gewirkt, hieß es.

Der Finanzsektor bleibe aber weiterhin von der Unterstützung durch den Staat abhängig, schreibt der IWF. Risiken seien im großen Umfang aus dem Privatsektor in den öffentlichen Sektor verschoben worden. Der IWF fordert die Entwicklung von Ausstiegsstrategien, damit der Finanzsektor sich von der Unterstützung durch die Finanz- und Geldpolitik freimachen könne. Mittelfristiges Ziel müsse wieder Normalisierung des Marktgeschehens sein. Dazu sei eine solide Finanzmarktregulation, eine nachhaltige Haushaltspolitik und die Gewährleistung von Preisstabilität notwendig.

yes/dpa-AFX

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