Wirtschaft



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13.07.2009
 

Weniger Fehltage

Krise drückt Krankenstand auf Rekordtief

Gerade mal 3,5 Arbeitstage war der durchschnittliche deutsche Arbeitnehmer im ersten Halbjahr krankgemeldet - so wenig wie noch nie seit Einführung der Statistik vor fast 40 Jahren. Arbeitsmarktexperten führen das Rekordtief auf die Angst vor der Wirtschaftskrise zurück.

Berlin - Es ist ein historisches Tief: In den deutschen Betrieben ist der Krankenstand in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf ein historisches Tief gefallen. Die Arbeitnehmer fehlten im ersten Halbjahr 2009 im Durchschnitt 3,24 Prozent der Sollarbeitszeit, im gesamten Jahr 2008 waren es 3,34 Prozent. Das berichtet die "Welt" unter Berufung auf Statistiken des Bundesgesundheitsministeriums (BMG). Das sei der niedrigste Stand in einem ersten Halbjahr seit Einführung der Krankenstand-Statistik im Jahr 1970.

Die Fehlzeiten entsprechen 3,5 Arbeitstagen. Die Statistik des Ministeriums erfasst die Krankenstände aller gesetzlich versicherten Arbeitnehmer. Arbeitsmarktexperten machten vor allem die Angst, in Zeiten der schweren Wirtschaftskrise im Krankheitsfall den Arbeitsplatz zu gefährden, für die weiter sinkenden Fehlzeiten verantwortlich.

Laut BMG-Statistik fehlten Frauen mit 3,44 Prozent der Sollarbeitszeit häufiger als Männer (3,06 Prozent). Die höchsten Krankenstände wurden im Februar (3,70 Prozent) verzeichnet, die niedrigsten im Januar (2,72 Prozent).

Die Krankenstände sind in diesem Jahrzehnt gegenüber den achtziger und neunziger Jahren spürbar zurückgegangen. So lagen vor zehn Jahren, also im ersten Halbjahr 1999, die Fehlzeiten beispielsweise bei 4,24 Prozent der Sollarbeitszeit - das sind 23 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten dieses Jahres.

sam/AP

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09.08.2010 von Iwan Denissowitsch:

Die Krise ist doch längst vorbei. Nur ein paar linke Besserwisser nutzen sie als willkommene Entschuldigung für ihr eigenes Versagen ("Die Krise hat mich um meinen Job gebracht"). Alle Anderen sind längst wieder an den [...] mehr...

09.08.2010 von tobilechat: Ich merke nichts

Bisher merke ich nichts von der Krise. Einkommen stagniert, Lebensmittelpreise gehen tendenziell eher (wieder) runter. Ich habe alles, was ich brauche (nun juut, ohne meine Eltern wär's möglicherweise a bisserl weniger). [...] mehr...

29.07.2010 von rolli:

Sieht so aus, dass wir schon solange in der Krise leben, dass wir das nicht mehr wahrnehmen. mehr...

18.01.2010 von QuixX:

Wieso war? Die Derivatkonzentration in den Abwässern von Berlin, München und Frankfurt sind unverändert. Ich orne diese Klospuren eher den Lobyyisten zu. Die bereiten sich schnell noch auf "zuquatschen" vor. Die [...] mehr...

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