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16.07.2009
 

Banken im Test

So finden Sie das günstigste Girokonto

Auf die richtige Bank kommt es an: Mit einem kostenlosen Girokonto können Kunden mehr als 100 Euro im Jahr sparen. Die Zeitschrift "Finanztest" hat Angebote verglichen - viele sind komplett umsonst, manche sogar ohne Bedingungen.

Die meisten Banken und Sparkassen bieten kostenlose Girokonten an. Doch oft müssen Kunden dafür Bedingungen erfüllen, zum Beispiel einen monatlichen Mindestgeldeingang. Immerhin 17 Girokonten erhalten Kunden ohne Bedingungen. Auch die EC-Karte ist bei diesen Konten kostenlos, wie eine Untersuchung der Zeitschrift "Finanztest" ergeben hat.

Geldautomat: Nicht bei jedem Girokonto kommt man einfach an Bargeld
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DPA

Geldautomat: Nicht bei jedem Girokonto kommt man einfach an Bargeld

Allerdings sind die meisten Angebote nur regional verfügbar: Einzig das Konto der Norisbank ist bundesweit erhältlich. Hier können Kunden wählen, ob sie das Konto über eine Filiale führen wollen oder per Online- beziehungsweise Telefon-Banking. Alle anderen Umsonst-Konten sind nur regional erhältlich oder auf das Online-Banking beschränkt.

Wer auf Online-Banking setzen möchte, ist bei Comdirect Bank, ING-Diba, MBS in Potsdam, Wüstenrot Bank und der regionalen Saalesparkasse gut aufgehoben, berichtet "Finanztest". Viele regionale PSD-Banken bieten ebenfalls Online- aber auch Filialkunden Gratiskonten an. Wermutstropfen bei der 1822direkt: Kostenlos Bargeld gibt es lediglich mit der Kreditkarte. Doch diese ist nur im ersten Jahr gratis. Danach kostet sie 20 Euro pro Jahr.

Wer sich für ein kostenloses Girokonto entscheidet, sollte auch darauf achten, wie einfach er an Bargeld kommt und was die Anbieter für das Abheben an fremden Automaten berechnen. Ein nahezu flächendeckendes Geldautomatennetz finden Kunden bei Sparkassen, Volks- oder Raiffeisenbanken.

Das Netz von Norisbank und Comdirect ist dagegen mit 7000 Automaten im Inland vergleichsweise klein. Die ING-Diba erlaubt Online-Kunden mit der Visa-Kreditkarte, an allen Automaten in Euroland gratis Geld abzuheben. Wer Geldautomaten fremder Institute benutzt, muss bei den Anbietern im Testkompass zwischen 1,02 Euro und 7,50 Euro zahlen. Da kann schnell mehr zusammenkommen als Kunden durch die kostenlose Kontoführung sparen.

Auch Dispokredite lassen sich viele Banken trotz Leitzinssenkungen noch immer mit hohen Zinsen bezahlen. Wer also öfter mal ins Minus rutscht, sollte lieber auf eine Bank setzen, die günstige Sollzinsen bietet. Noch besser ist es allerdings für diese Kunden, auf einen günstigen Ratenkredit umzuschulden.

Für die meisten kostenlosen Girokonten müssen Kunden aber bestimmte Bedingungen erfüllen. Gut drei Viertel der befragten Banken und Sparkassen bieten diese Konten an. Zu den Bedingungen gehören meist ein bestimmter monatlicher Geldeingang oder ein festgelegter Kontostand, den Kunden nicht unterschreiten dürfen. Wer dies nicht erfüllt, zahlt Gebühren. Vergleichsweise einfach sind die Forderungen der Spardabanken: Kunden müssen nur einen Genossenschaftsanteil kaufen. Dieser kostet einmalig meist 52 Euro, und es gibt darauf jährlich eine Dividende.

Selbständige und Empfänger von Sozialleistungen erhalten meist keine kostenlosen Girokonten. Sie kommen um Kontoführungsgebühren daher nicht herum. Andere Kunden sind zufrieden mit den Serviceleistungen ihrer Bank und wechseln deshalb nicht zu einem kostenlosen Girokonto. Auf den Preis achten sollten sie trotzdem. Mehr als 80 Euro sollte das Konto bei einer Filialbank inklusive Kreditkarte nicht kosten.

Für die günstigsten kostenpflichtigen Girokonten im Test zahlen Durchschnittskunden etwa 60 Euro pro Jahr. Oft können sie die Gebühren schon drücken, wenn sie den Kontoauszugsdrucker regelmäßig nutzen und Überweisungen nicht per Beleg abgeben, sondern den Selbstbedienungsterminal nutzen.

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