Wirtschaft



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14.07.2009
 

Kriselnde Autoindustrie

BMW fährt Produktion hoch

Silberstreif am Horizont: Der Autohersteller BMW lässt nach monatelanger Kurzarbeit die Bänder in seinen deutschen Werken wieder länger laufen. Im bayerischen Dingolfing soll die Sparmaßnahme im Herbst ganz ausgesetzt werden. Und auch die internationale Konkurrenz vermeldet positive Nachrichten.

München - Geht es endlich aufwärts mit der schwer gebeutelten Autoindustrie? Der Autohersteller BMW Chart zeigen jedenfalls setzt hoffnungsvolle Zeichen für ein Ende der Krise. Vertriebschef Ian Robertson sagte der "Financial Times" am Dienstag, es gebe ermutigende Signale auf den Märkten. Roberston nährte damit die Hoffnung auf ein Ende der Absatzflaute.

Montage der BMW-7er-Reihe in Dingolfing: "Ermutigende Signale"
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DPA

Montage der BMW-7er-Reihe in Dingolfing: "Ermutigende Signale"

Deshalb will BMW die Produktion in seinen deutschen Werken wieder hochfahren - im Werk im niederbayerischen Dingolfing soll die Kurzarbeit in den Monaten September und Oktober ausgesetzt werden, sagte ein BMW-Sprecher am Dienstag in München. Durch die Einführung des neuen 5er Modells werde in der Anlaufphase mehr Personal benötigt.

Auch in Leipzig wird die Produktion durch die Einführung des neuen Geländewagens X1 erhöht. Im September soll die Produktion von derzeit 600 auf 730 Fahrzeuge gesteigert werden.

Noch im Februar waren in den deutschen BMW-Werken rund 25.000 Menschen in Kurzarbeit, inzwischen sind es 12.000. Es sei allerdings möglich, dass die Kurzarbeit im Herbst in Dingolfing wieder ausgeweitet werden müsse, sagte der Sprecher.

Im Juni hatte sich das Absatzminus bei BMW bereits etwas verringert. Die Zahl der verkauften Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,7 Prozent auf rund 128.000 Fahrzeuge. Im Mai hatte der Rückgang noch 18 Prozent betragen. Von einer Trendwende könne dennoch nicht die Rede sein, sagte ein Sprecher. "Es gibt einzelne Signale, aber noch keinen Durchbruch."

Positive Signale senden auch andere Hersteller aus dem Ausland. So vermeldete die japanische Zeitung "Nikkei", dass Nissan Chart zeigen und Honda Chart zeigen wegen steigender Nachfrage ihre Produktion in China hochfahren. Der US-Autobauer Chrysler verzichtet wegen steigender Nachfrage nach seinen Autos auf die geplante Schließung eines Werks in Detroit im US-Bundesstaat Michigan und auf die Drosselung der Produktion in einem kanadischen Werk. So würden 1500 Stellen gerettet, erklärte Chrysler am Montag.

Chrysler war zunächst in die Insolvenz gegangen und arbeitet seit Anfang Juni in einer Allianz mit dem italienischen Autobauer Fiat Chart zeigen. Seitdem wurde die Produktion nach und nach wieder hochgefahren. Seit Montag stehen die Bänder in sieben der insgesamt acht Werke allerdings wieder für zwei Wochen still - in der Sommerpause sollen Kosten gesenkt werden.

An der Börse sorgten die Aussagen von BMW-Vertriebschef Robertson prompt für gute Stimmung: Die BMW-Aktie stieg am Dienstag zeitweise um vier Prozent und setzte sich damit an die Spitze des deutschen Leitindex Dax. Auch die Titel von Daimler Chart zeigen profitierten: Sie legten im Windschatten von BMW zeitweise um knapp drei Prozent zu.

cha/dpa/Reuters

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