New York - Dicker Milliardengewinn für die Bank of America
: Das Geldhaus hat im zweiten Quartal ein Ergebnis von 3,2 Milliarden Dollar verzeichnet. Dies teilte die US-Großbank in Charlotte (North Carolina) mit. Von dem Gewinn musste allerdings eine hohe Dividende für Staatskredite abgezogen werden. Unter dem Strich verdiente das Institut daher rund 2,4 Milliarden Dollar.
Je Aktie belief sich der Gewinn inklusive Sonderposten auf 0,33 Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 0,29 Dollar gerechnet. Die Einnahmen stiegen um 60 Prozent auf 33,1 Milliarden Dollar. Hier hatten Analysten nur unwesentlich mehr erwartet, nämlich 33,3 Milliarden Dollar.
Der Aktienkurs der Bank of America stieg im vorbörslichen Handel um 1,6 Prozent. Auch international beflügelten die guten Zahlen die Kurse von Finanztiteln. Papiere der Deutschen Bank
notierten am frühen Nachmittag mit 1,7 Prozent im Plus.
Allerdings ist die Krise für die Bank of America noch nicht vorbei. Das Institut wird von hohen Kreditrisiken infolge der Finanzkrise belastet. Auch die rasant steigende Arbeitslosigkeit in den USA bereitet den Bankmanagern Sorge: Zahlreiche Kunden können ihre Kredite womöglich nicht mehr zurückzahlen.
Die Bank of America musste ihre Kreditvorsorge für drohende Ausfälle deshalb um weitere 4,7 Milliarden Dollar erhöhen. Die schweren Herausforderungen würden die Bank bis ins kommende Jahr hinein belasten, warnte Konzernchef Kenneth Lewis.
Dennoch werten Analysten die Zahlen insgesamt als positiv. Nach den schlimmsten Monaten der Finanzkrise scheint sich die Lage - zumindest für die Großbanken - zu stabilisieren. Am Mittwoch hatte bereits Goldman Sachs
einen Milliardengewinn bekanntgegeben. Am Donnerstag folgte auch JP Morgan mit überraschend guten Zahlen.
wal/Reuters
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