Stuttgart - Bei der geplanten Übernahme von Porsche durch den VW-Konzern gibt es noch viele Fragezeichen. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, eine Fusion könnte an Steuerforderungen der Finanzämter scheitern. Jetzt wurde bekannt, dass eine endgültige Entscheidung über die Zukunft von Porsche nicht in dieser Woche getroffen werden dürfte.
Ein Beschluss über den erwarteten Einstieg von VW könnte sich bis Ende Juli hinziehen. Wie die Deutsche Presse-Agentur dpa am Montag aus Unternehmenskreisen erfuhr, soll das Thema nicht abschließend auf der Porsche-Aufsichtsratssitzung an diesem Donnerstag verhandelt werden. Eine Entscheidung könnte dann aber auf einer weiteren Sitzung des Kontrollgremiums Ende Juli fallen. Volkswagen und Porsche treffen sich zu getrennten Sitzungen in Stuttgart und Weissach.
Der SPIEGEL hatte zuvor berichtet, dass VW das Sportwagengeschäft in zwei Schritten komplett übernehmen will. Porsche solle damit als zehnte Konzern-Marke eigenständig weitergeführt werden. Am Ende des Verschmelzungsprozesses dürfte aber für den bisherigen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking kein Platz mehr sein.
Wiedeking sei trotz der heftigen Attacken der vergangenen Tage aber noch im Amt, sagte ein Sprecher am Montag in Stuttgart. Eine Sitzung des Präsidialausschusses des Porsche-Aufsichtsrates, in dem über die Absetzung des Managers entschieden würde, sei noch nicht anberaumt worden. Das vierköpfige Gremium kann jedoch ohne lange Vorlaufzeit zusammenkommen und Personalentscheidungen treffen.
Probleme bei der geplanten Porsche-Übernahme durch VW könnte es laut einem Zeitungsbericht jedoch wegen der Finanzbehörden geben. Bei dem Geschäft drohen mögliche Steuerzahlungen in Höhe von bis zu drei Milliarden Euro, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".
Es werde zwar nach Wegen gesucht, die Zahlungen an den Fiskus zu vermeiden. Gelinge dies aber nicht, sei der Deal hinfällig, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Aufsichtsratskreise von Porsche. Ein entsprechender Vorbehalt sei auch in der Grundlagenvereinbarung enthalten, die am Donnerstag von den Aufsichtsräten der beiden Autobauer verabschiedet werden soll. Die Nachrichten belasteten den Kurs von VW-Aktien. Sie verloren am Montag 9,2 Prozent.
Auch in der Politik gibt es Widerstand gegen die Fusionspläne. Baden-Württembergs CDU-Generalsekretär Thomas Strobl warf Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) eine feindselige Haltung gegenüber dem Stuttgarter Sportwagenhersteller vor. "Wir sind nicht erfreut, wenn ein Ministerpräsident, der über den Länderfinanzausgleich auch von den Steuerzahlungen unserer Mittelständler profitiert, gegen eben diese Mittelständler Politik macht", sagte Strobl der "Berliner Zeitung".
SPD-Vizefraktionschef Joachim Poß kritisierte die mögliche Abfindung in Millionenhöhe für Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, falls dieser im Zuge der Transaktion seinen Hut nehmen muss. "Der Mann hat objektiv versagt und Milliarden in den Sand gesetzt", sagte Poß der Zeitung. "Diese Gierlappen sind dabei, die Akzeptanz der sozialen Marktwirtschaft zu zerstören."
CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer betonte, er erwarte, "dass die Entscheidungsträger die gesellschaftlich möglicherweise explosive Wirkung außer Rand und Band geratener Abfindungen bedenken".
beb/dpa
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Da muß ich beipflichten.Allerdings war an den Kisten immer was kaput.Der Kundendienst war auch an der Unverschämtheitsgrenze(Regelmäßiger Turboladerwechsel für ca 3500DM etc.).Als ich mit mitte 30 dann die grauen Haare bekam bin [...] mehr...
Nettes Sammelsurium an Vorurteilen. Schon mal dran gedacht, dass es Leute gibt, die sich einen 911 kaufen, weil es der Inbegriff des Sportwagens ist und einfach Fahren in seiner schönsten Form vermittelt? Es macht einfach [...] mehr...
Och mit Spiesserkarre hat das wenig zu tun, eher mit dem Spiesser im Porsche. Wenn ich mir die Porschefahrer in unseren Landen so ansehe, dann sind es entweder ältliche Herren, die automatische Garagentore haben, um einmal [...] mehr...
Man darf nicht vergessen, dass Suzuki ebenfalls Motorrad-Produzent ist und in Deutschland nach BMW-Motorrad den zweitgrößten Marktanteil besitzt. Ducati-Fahrer Piëch wird wohl auch den deutschen Zweiradmarkt umkrempeln wollen. [...] mehr...
Aaah, die beliebten Totschlagargumente. Penisersatz, dass ich nicht lache. Vielleicht brauchen Sie nur eine Ausrede, um in ihre Spiesserkarre zu steigen. mehr...
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