London/Stuttgart - Es geht um Kredite in Höhe von sechs bis sieben Milliarden Dollar: Das Emirat Katar bemüht sich Bankern zufolge derzeit bei mehreren Geldinstituten um Darlehen. Die Katar-Holding, die für die Investments des Emirats verantwortlich ist, spreche derzeit mit fünf oder sechs Banken, sagte ein mit der Angelegenheit vertrauter Banker am Dienstag.
Das Geld solle offiziell allgemeinen Unternehmenszwecken dienen, doch es sei geplant, Porsche-Aktien zu kaufen. Drei andere involvierte Banker bestätigten ebenfalls, dass sie an Krediten in direktem Zusammenhang mit dem Kauf von Porsche-Aktien arbeiten.
Über einen Einstieg von Katar beim hoch verschuldeten Stuttgarter Sportwagenbauer wird seit Wochen diskutiert. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking will das Unternehmen auf diese Weise entschulden. Mit reduzierter Schuldenlast sollen dann Fusionsverhandlungen mit Volkswagen aufgenommen werden.
VW will stattdessen unter Führung von Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch Porsche übernehmen und dafür rund acht Milliarden Euro investieren. Mit dieser Summe könnte Porsche seine Schulden weitestgehend tilgen. Am Donnerstag kommen die Aufsichtsräte beider Konzerne in Stuttgart zusammen, um über die gemeinsame Zukunft der Unternehmen zu beraten.
Nach Informationen des SPIEGEL ist die Entscheidung bereits gefallen: Volkswagen soll Porsche schlucken und als zehnte Marke in den Konzern integrieren. Porsche-Chef Wiedeking soll gehen und durch den bisherigen Produktionsvorstand Michael Macht ersetzt werden.
Zuletzt war jedoch bekanntgeworden, dass der geplante Deal wegen möglicher Steuerforderungen in Milliardenhöhe noch platzen könnte.
Dazu gab es widersprüchliche Reaktionen. Laut "Stuttgarter Nachrichten" hat eine interne Arbeitsgruppe der baden-württembergischen Finanzbehörde Entwarnung gegeben: "Der Verkauf wäre kein Problem. Es gibt einen völlig legalen Weg, bei dem keine Steuern anfallen würden", zitiert das Blatt einen ranghohen Beamten aus dem Umfeld von Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU).
Dies hat das Finanzministerium des Landes zurückgewiesen: "Es ist noch nichts entschieden", sagte ein Ministeriumssprecher am Dienstag. Steuergesetze würden "ohne Ansehen von Namen und Personen" gleichmäßig angewandt. "Porsche bekommt keine Vorzugsbehandlung", sagte der Sprecher.
Ministerpräsident Oettinger hat sich unterdessen für eine enge Zusammenarbeit der beiden Autobauer ausgesprochen. "Wir wollen den integrierten Konzern", sagte der CDU-Politiker. Allerdings müssten "Standorte in Baden-Württemberg stark bleiben und die eigenständige Entwicklung von Porsche gewahrt werden". Für die Standorte kämpfe er "mit Nachdruck", betonte der Stuttgarter Regierungschef.
hut/dpa/Reuters/AP
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Da muß ich beipflichten.Allerdings war an den Kisten immer was kaput.Der Kundendienst war auch an der Unverschämtheitsgrenze(Regelmäßiger Turboladerwechsel für ca 3500DM etc.).Als ich mit mitte 30 dann die grauen Haare bekam bin [...] mehr...
Nettes Sammelsurium an Vorurteilen. Schon mal dran gedacht, dass es Leute gibt, die sich einen 911 kaufen, weil es der Inbegriff des Sportwagens ist und einfach Fahren in seiner schönsten Form vermittelt? Es macht einfach [...] mehr...
Och mit Spiesserkarre hat das wenig zu tun, eher mit dem Spiesser im Porsche. Wenn ich mir die Porschefahrer in unseren Landen so ansehe, dann sind es entweder ältliche Herren, die automatische Garagentore haben, um einmal [...] mehr...
Man darf nicht vergessen, dass Suzuki ebenfalls Motorrad-Produzent ist und in Deutschland nach BMW-Motorrad den zweitgrößten Marktanteil besitzt. Ducati-Fahrer Piëch wird wohl auch den deutschen Zweiradmarkt umkrempeln wollen. [...] mehr...
Aaah, die beliebten Totschlagargumente. Penisersatz, dass ich nicht lache. Vielleicht brauchen Sie nur eine Ausrede, um in ihre Spiesserkarre zu steigen. mehr...
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